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Wochenende auf „Dry Island“

Damit habe ich nicht gerechnet. Das Luxus Resort Anantara Banana Island ist eine alkoholfreie Insel. Kein Bier am Strand. Kein Cocktail zum Sonnenuntergang. Kein Wein zum Abendessen. Anantara in Katar ist „dry“. Dennoch – wir freuen uns auf das Wochenende, auf zwei Übernachtungen. Die Überfahrt mit dem Resort-Shuttele auf die Insel, die direkt gegenüber dem Hamad International Airport liegt, dauert knapp 20 Minuten. Check-In ist in einem repräsentativen Gebäude im Dhow Hafen von Doha.

Check-In auf dem Festland.

Mein Boarding Pass für den Shuttle.

Ankunft.

Welcome.

Als wir unser Zimmer betreten, komfortabel, mit Blick auf den Pool, stellen wir fest, dass im Zimmer kein Schreibtisch steht. Meine Frau will sich der Herausforderung, am nächsten Tag ein längeres Webinar ohne Schreibtisch zu veranstalten, nicht stellen. Wir melden uns bei der Rezeption. Deja-vu.

Sorry, man könne keinen Schreibtisch organisieren. Wir könnten aber ein neues Zimmer haben. OK, wir schauen uns das Angebot an. Die junge Dame von der Rezeption führt uns zu einem Deluxe Sea View Room. „It is a nice upgrade“. In der Tat.

Der Raum ist kleiner, dafür das Bad größer, Schreibtisch und Bett haben Blick auf das Meer. Deja-Vu.

Im weitläufigen Resort ist ein Golfcart das Fortbewegungsmittel der Wahl.

Das Resort als Modell. Vorne links die großen Villen, daneben SPA und ein Restaurant mit Pool, rechts die kleinen Strandvillen, links der Strand, weitere Restaurants in der Mitte, am Ende des Strandes das Hauptgebäude mit Yachthafen  plus weitere Restaurants, ganz links die Unterkünfte des Personals und ein Hubschrauberlandeplatz.

Ali aus Indien, der Butler für die elf Villen, fährt uns am zweiten Tag vom Haupthaus zum SPA. Ich komme mit ihm ins Gespräch. Nach dem SPA-Termin zeigt er uns stolz eine Drei-Zimmer Villa und eine Fünf-Zimmer Villa. Die letzteren seien bei katarischen Großfamilien sehr begehrt. „Money is not important“, sagt er, als ich nach dem Preis einer Fünf-Zimmer Villa frage. Um die 5.000 Euro pro Nacht kostet das Vergnügen. „They pay my annual salary for a week“. Dies sagt er ohne Neid, denn wenn es dem Kunden gutgeht, geht es auch ihm gut. Und auf Banana Island wird diese Philosophie intensiv gelebt. Als ich ihm von unserem Bettenwechsel erzähle, schaut er mich lächelnd an und sagt „Your complaint is a gift for us“.

Eine Fünf-Zimmer Villa für ca. 5.000 Euro die Nacht. Drei Schlafzimmer im Haupthaus, ein wunderschöner Pool, und zwei separate Schlafzimmer links und rechts.

Wir genießen die Ruhe der Exklusivität, sind aber auch über die Preise in den Restaurants erschrocken.

Zur Erinnerung: Ein EUR entspricht ca. vier Katar-Riyal.

Anantara auf Banana Island ist kein Schnäppchen. Der Pool schafft es nicht in die TOP 10 der schönsten Pools auf der Weltreise, der Strand ist nur bedingt atmosphärisch, die Wassertemperatur von 22 Grad nicht wirklich einladend.

Der (Natur) Pool hat mich nicht wirklich überzeugt.

Es war ungewöhnlich leer am Strand und überhaupt, viele Gäste hatte das Anantara nicht.

Zudem erleben wir ein drittes Deja-Vu. Wie auf Bora Bora ist ein voller Tag wettertechnisch für die Tonne: Wolken und Wind.

Trotz der hervorragenden Service-Mentalität ist Anantara auf Banana Island kein Volltreffer. Es wird für mich zu keinem Folgebesuch kommen.

 

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