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Mit Ethiopian nach Südafrika

Düsseldorf. Wir sitzen bei STA Travel und diskutieren über die verschiedenen Optionen, von Doha nach Kapstadt zu fliegen. Business Class mit Ethiopian Airlines ist eine davon. Preislich sehr attraktiv, entscheiden wir uns für die nationale Fluggesellschaft Äthiopiens, Mitglied der Star Alliance. Wir fliegen also von Doha nach Addis Abeba und von Addis Abeba nach Kapstadt. Warum nicht mal Business am Ende der Weltreise?

Als wir buchen, sind wir unaufmerksam. Sonst hätten wir gemerkt, dass die Flugverbindungen so nicht realistisch sind. Umsteigezeit nur knapp 45 Minuten. Ein Anruf bei der Airline bestätigt das. Dumm gelaufen, umbuchen verursacht Zusatzkosten. Nina, unsere ansonsten exzellente Beraterin aus dem Reisebüro, schlägt vor, das wir eine Nacht in Addis Abeba bleiben und dann entspannt am nächsten Morgen die Maschine nach Kapstadt nehmen. Das kommt mir entgegen, da ich noch nie in Äthiopien war. Eine eintägige Entdeckungsreise in Addis, warum eigentlich nicht? Ich  buche unser Hotel.

Gleichzeitig lese ich die relevanten Länderinformationen einschließlich der empfohlenen Impfungen. Äthiopien ist ein Gelbfieber-Endemieland, und bei der Einreise in Südafrika ist der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung notwendig. Wollen wir das? Wir vereinbaren einen Beratungstermin in der tropenmedizinischen Ambulanz der Uni-Klinik Düsseldorf, sieben Tage vor dem Start unserer Weltreise. „Ich rate Ihnen in ihrem Alter und so kurz vor ihrer Reise davon ab“. Das Veto des Tropenarztes ist deutlich. Zwei Stunden später sitzen wir wieder bei Nina. Wir buchen um. Flug von Doha nach Addis Abeba, sieben Stunden Wartezeit in der Lounge und am Nachmittag Weiterflug nach Johannesburg. Dort eine Übernachtung und am nächsten Tag Flug nach Kapstadt. Kosten, die so nicht eingeplant waren. Ich ärgere mich über meinen Dilettantismus.

Doha. Wir fahren kurz vor Mitternacht zum Flughafen, weil unser Flug um 3:15 Uhr nach Addis Abeba geht. Auch das hätten wir bei der Buchung in Düsseldorf abwenden können. Wir fliegen mit einer Boeing 767 – 300 ER. Die Sitzreihen in der Business Class sind zwar sehr großzügig angeordnet, haben aber, zumindest bei diesem Flug, einige Macken. Die Mechanik unserer Sitze funktioniert nicht zu 100 Prozent, wir haben keinen individuellen Bildschirm, und deutliche Gebrauchsspuren überall mindern das Reisevergnügen. Da hilft auch der Champagner nicht.

Boeing 767 – 300 ER.

Kaum haben wir abgehoben, mit Verspätung um 3:45 Uhr, wird das Frühstück serviert. Um 7:45 Uhr landen wir in Äthiopien.

Auf in die Lounge. Und viel Vergnügen bis zum Weiterflug um 15:55 Uhr nach Johannesburg. Insgesamt ist die Lounge ok, wenn ich vom Lärm der Bauarbeiten neben uns mal absehe. Wir sind müde, dösen im Sitzen, arbeiten, lesen, essen, trinken.

Fast sieben Stunden …

… in der Lounge Cloud Nine.

Um 14:15 Uhr, wir sind jetzt sechs Stunden in der Cloud Nine, gehen wir zum Gate. Unser Flug hebt pünktlich um 15:55 Uhr ab. Boeing 737 – 800. Die Business Class entspricht wieder nicht unseren Erwartungen. Kein individueller Bildschirm, kein Magazin zum Durchblättern. Der Service ist ok, aber welches Verständnis hat Ethiopian von einer Business Class? Na ja, mit Qatar Airways hätte Business Class mehr als Dreifache gekostet.

Boeing 737 – 800.

Good bye Addis?

Auf jeden Fall landen wir nach fünf Stunden fünfzehn sicher in Johannesburg.

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