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EXPO 2020  – Connecting Minds, Creating the Future

27. November 2013. Dubai wird als Gastgeber für die EXPO 2020 ausgewählt, der ersten Weltausstellung in der Region Vorderasien, Afrika und Südostasien (MEASA). Ein gigantisches Projekt beginnt. Auf 438 Hektar entsteht eine Welt der Innovation, Kommunikation und Interaktion. 30. September 2021. Aufgrund des bekannten weltweiten Virus wird die EXPO 2020 mit einem Jahr Verspätung eröffnet. Nahezu parallel zum Goldenen Jubiläum der Vereinigten Arabischen Emirate, die am 2. Dezember 2021 ihren 50. Nationalfeiertag feierten.

Ja, wo ist denn das Jahr geblieben?

Die drei Themenbereiche und die beiden angrenzenden Zonen: gelb = Opportunity, blau = Mobility, grün = Sustainability und Al Forsan, links, und Jubilee, rechts

Im Jahr 2000 ist die EXPO in Hannover noch kein Thema für mich. 22 Jahre später will ich unbedingt zur Weltausstellung nach Dubai. Vom 25. Februar bis zum 2. März 2022, insgesamt sechs Tage, tauche ich in die Welt der mehr als 200 Pavillons in den drei Themenwelten Opportunity, Sustainability und Mobility ein. Ich komme auf 60 Kilometer Walking-Distanz, das sind etwas mehr als 80.000 Schritte. Deshalb wähle ich für die folgenden Beiträge auch die Überschrift „In 80.000 Schritten um die Welt“. Besucht habe ich nur etwa ein Drittel aller Pavillons, habe wenig Zeit in Restaurants verbracht und mir auch keine Shows auf dem Gelände angeschaut. Und trotzdem war ich täglich sieben bis acht Stunden unterwegs.

Das Flying Piano war eine von vielen Attraktionen. Das habe ich mir einmal gegönnt

Als Senior über 60 habe ich das Glück, bei einigen Länderpavillons die Fast-Track-Line nutzen zu dürfen. Sehr angenehm, da der Besucherandrang bei größeren Pavillons durchaus mit einer Wartezeit für den Einlass von bis zu 30 Minuten verbunden ist. Für die Vereinigten Arabischen Emirate und Deutschland ist jedoch das geduldige Anstehen in der Queue erforderlich. Bei beiden Pavillons stehen wir ca. 30 Minuten vor der offiziellen Öffnung um 10:00 Uhr an und warten, vor allem beim deutschen Pavillon, nochmals 45 – 60 Minuten.

Die Warteschlange zieht sich fast um den Pavillon herum. Die Uhr zeigt 9:40, der Pavillon öffnet um 10:00. Wir stehen, am linken Bildrand, hinter der Dame in weiß-schwarz

Die EXPO 2020 ist ein grandioses Ereignis. Über 100 Roboter fahren über das Gelände, begrüßen die Besucher, und bieten auch Dienstleistungen, wie die Bestellung von Speisen und Getränke, an.

Über 30.000 Volunteers sind für die Besucher da, beantworten Fragen, helfen. Über 60 Live Events finden jeden Tag auf dem Gelände statt. Über 200 Restaurants, in den Länderpavillons als auch auf dem Gelände, dienen dem leiblichen Wohl. Während der 182 Tage werden auch zehn Themenwochen veranstaltet, mit diversen Aktivitäten rund um Klima, Biodiversität, Weltall, Toleranz, Inklusion, Reisen, Essen oder Landwirtschaft. Für Familien mit Kindern und vor allem für Schulklassen gibt es eine Fülle von spannenden Veranstaltungen. Insgesamt ein tolles Angebot für jeden Geschmack.

Im marokkanischen Pavillon

Neben der Information kommt auch die Unterhaltung nicht zu kurz

Die Lehrer sprechen über Mikro zu den Kindern

Die EXPO 2020 ist ein unvergessliches Erlebnis. Allerdings birgt diese enorme Vielfalt für alle Sinne, diese Explosion an Bildern, Informationen und Aktivitäten auch die Gefahr eines mentalen „Burn Out“. Vor allem in den Länderpavillons kann die Kombination aus aufdringlichen, grellen LED Screens mit übermächtigem Sound, optisch ansprechenden, mit Informationen vollgepackten Displays und bunten Interaktions-Stationen schwindelig machen. Irgendwann während des Tages sinkt die Aufnahmefähigkeit, nach sieben bis acht Stunden, zumal bei sonnigen Temperaturen von 26 / 27 Grad, ist der Akku leer.

“Taxis” müssen vorab reserviert werden

Die Fußgänger sind zum Teil durch “überdachte” Wege vor der Sonne geschützt

Wie geht es nach der EXPO 2020 weiter?

Aus der EXPO 2020 wird der District 2020, eine Blaupause für die Stadt der Zukunft. Ab Oktober 2022 sollen die ersten Residents einziehen, ab Januar 2023 sollen dann die Schlüssel für über 800 Wohneinheiten übergeben werden. In der finalen Ausbaustufe sollen 145.000 Menschen im District 2020 wohnen und arbeiten. Geplant sind zwei Hotels, zwei Krankenhäuser, Schulen und zwei Moscheen. Sowie Büroräume, vor allem für Start Ups, wissenschaftliche Institute, die an der EXPO-Agenda weiterarbeiten, Supermärkte, Sport-und Freizeiteinrichtungen. Ergänzt durch 45.000 Quadratmeter Grünanlagen, Jogging- und Bike-Tracks. Vier Kilometer sind für autonom fahrende Fahrzeuge vorgesehen. Modernste Technologie wird das Leben in diesem neuen Stadtteil steuern, vom Verkehr bis zur Energie. Mehr zu diesem Zukunftsprojekt unter district2020.ae.

So, das soll als kurze Einführung reichen. Mit dem Folgebeitrag beginnt meine Weltreise. Start ist in Finnland.

 

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