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Beirut – Acht Impressionen aus acht Tagen

Beirut, die 2.5-Millionen-Metropole, ist konfessionell eine der vielfältigsten Hauptstädte der Welt. Beirut ist Geschichte, Gegenwart und Zukunft zugleich. Eine gelebte (scheinbare) Harmonie zwischen arm und reich, zwischen Ruinen und Luxushotels, zwischen heruntergekommenen Wohnvierteln und modernen Residential Towers. Eine Stadt, die sich über den Individualverkehr definiert, laut, hektisch, fast rücksichtslos. Aber auch eine Stadt, die kulinarisch begeistert, die es versteht, Partys zu feiern. Beirut ist aus Sicht von Architektur und Stadtentwicklung keine Schönheit, auch wenn es vor dem Bürgerkrieg als „Paris des Nahen Ostens“ bezeichnet wurde. Beirut ist für mich „innerlich“ attraktiv, eine wunderbare Komposition aus Spannung und Harmonie, aus Entspannung und Genuss-Vollgas, aus Geschichtsbewusstsein und Zukunftsfähigkeit. Ich habe die acht Tage in Beirut sehr genossen. Acht Impressionen aus acht Tagen.

Budget Friendly

Kein Witz. Dieses 2-Sterne-Hotel an der Damascus Road, während des Bürgerkrieges (1975 – 1990) die „Green Line“, wird gebucht. So um die 50 EUR pro Nacht. Die Bewertungen auf z.B. TripAdvisor sind heterogen. Von Katastrophe bis „Ich komme wieder (?)“. Anscheinend haben alle neun Zimmer ein gemeinsames Bad. Nur die Harten kommen in den Garten.

Schönheit

Der Kunde wartet vor dem Shop. Nein, in Ermangelung eines Stuhles sitzt der Herr auf der Mauer und beobachtet das Stadtleben in Hamra.

Der ideale Ort für Paare. Ein Teil der Preisliste für Damen hängt draußen. Der feste Kurs „Libanesisches Pfund – Dollar“ liegt bei 1.500 zu 1.

Ruhestätte

Steinsärge in Menschenform (Anthropoiden) aus dem 6. Jahrhundert vor Chr. Gesehen im Nationalmuseum.

Harmonie

So sehen die Kinder des College Saint Sauveur in der Parc Street beim Military Hospital das Zusammenleben der Menschen im Libanon.

Einfallsreichtum

Kreative zweiteilige „Schutzplane“ für den Stolz des arabischen Mannes.

Deplatziert

Kurz vor der Jeita Grotte dieser Hinweis. Ob ER, der Auserwählte, sich in dieser Gesellschaft wohlfühlt?

In Memoriam

1856 wurde die evangelische Kirchengemeinde in Beirut gegründet. Formal war sie der Preußischen Landeskirche unterstellt. Ihre Gründungsmitglieder waren französisch- und deutschsprachig. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Friedhof der Eglise protestante francaise übertragen. Dennoch konnten auch weiterhin die Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde dort begraben werden. Der Friedhof liegt an der ehemaligen „Green Line“, zwischen einem islamischen und jüdischen Friedhof.

Partystimmung

Die Skybar an der New Waterfront. Einer von vielen Nachtklubs in Beirut.

 

 

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