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Wien – Spaziergang über den Zentralfriedhof

Wien hat 55 Friedhöfe. 46 werden von der Friedhöfe Wien GmbH und neun von konfessionellem Trägern verwaltet. Von den 46 städtischen Friedhöfen haben 35 sogenannte Ehrengräber und ehrenhalber gewidmete Gräber mit und ohne gärtnerische Obhut. Die meisten Ehrengräber befinden sich auf dem Zentralfriedhof, mittlerweile über 1.000. Sie sind ein Stück der Kulturgeschichte Wiens und die höchste Auszeichnung, die die Stadt Wien über den Tod hinaus zu vergeben hat. Ein Ehrengrab ist auf die Dauer des Friedhofs angelegt.

Blick von Tor 2 auf die Friedhofskirche „Zum Heiligen Karl Borromäus“.

Mit Metro und Tram fahre ich in die Simmeringer Hauptstraße 234. Nach dem Einspänner im Friedhofs-Cafe und ausgestattet mit einem detaillierten Lageplan der Friedhofsverwaltung beginne ich meine „Promi-Tour“ in Kulturgeschichte und Politik. Zunächst besuche ich die Gruppe 0, die links von Tor 2 an der Friedhofsmauer entlang führt. Ausgewählt habe ich

Antonio Salieri

Ruh sanft von Staub entblößt, wird Dir die Ewigkeit erblühen – Ruh sanft! In ewigen Harmonien ist nun Dein Geist gelöst – Er sprach sich aus in zaubervollen Tönen, jetzt schwebt er nun zum unvergänglich Schönen.

Salieri, in Österreich Anton genannt, lebte von 1750 bis 1825. Er war ein Multitalent, Komponist von Opern, Kammer-und Kirchenmusik und anerkannter Musikpädagoge, Lehrer von Beethoven, Schubert und Liszt. Salieri kann als legitimer Nachfolger von Christoph Willibald Gluck (1714 – 1787) bezeichnet werden. Leider wurde sein Ruf durch Peter Shaffers Bühnenstück „Amadeus“ und dessen Verfilmung durch Milos Forman erheblich in Zweifel gezogen. Angeblich soll er Mozart vergiftet haben. In Wirklichkeit war er Mozart und seiner Familie eng verbunden.

Carl Czerny

Der Tonkünstler.

Wer kennt als Klavierschüler diesen Namen nicht? Czerny, 1791 bis 1857, war Schüler von Beethoven und Salieri und Lehrer von Franz Liszt. 1838 erschien seine berühmte Klavierschule. Auch ich habe als Jugendlicher seine Etüden üben müssen. Interessant ist die Inschrift auf dem Grabstein: Tonkünstler.

Ida Pfeiffer

Weltreisende und Schriftstellerin.

Die erste Frau, die allein die Welt entdeckte. Sie lebte zwischen 1797 und 1858. Von 1842 bis 1858 unternahm sie fünf ausgedehnte Reisen, die sie u.a. in den Nahen Osten, nach Nord-und Südamerika sowie Madagaskar brachten. Ihre Reisebeschreibungen begeisterten ein großes Publikum. Sie brachte von ihren Reisen auch umfangreiche ethnologische und zoologische Sammlungen mit.

Ich gehe zur nächsten Gruppe, 32 A, die Ruhestätte der großen Musiker. Ausgewählt habe ich

Christoph Willibald Gluck

HIER RUHT EIN RECHTSCHAFFNER DEUTSCHER MANN. EIN EIFRIGER CHRIST. EIN TREUER GATTE. CHRISTOPH RITTER GLUCK. DER ERHABENEN TONKUNST GROSSER MEISTER. ER STARB AM 15. NOV 1787.

Gluck, 1714 – 1787, gilt als Erneuerer der ernsten Oper und als Überwinder italienischer und französischer Opernkonventionen. Nach zahlreichen Reisen ließ er sich 1752 in Wien nieder. Seinen Ruhm als Opernreformer begründeten Werke wie „Orfeo ed Euridice“ (1762) und „Paride ed Elena“ (1770).

Ludwig van Beethoven

Auch er wurde umgebettet. Früher lag er auf dem Währinger Ortsfriedhof.

Vor 250 Jahren wurde Beethoven in Bonn geboren. Ab 1792 lebte er in Wien, wo er auch 1827 starb. Mit seinen Werken, vor allem die neun Symphonien, fünf Klavierkonzerte und 32 Klaviersonaten, hat er die Musik seiner Zeit nachhaltig geprägt. Um 1800 begann sein Gehör zu schwinden, ab 1815 war er nahezu taub.

Johannes Brahms

Der Vollender der Wiener Klassik.

Brahms, 1833 in Hamburg geboren, gilt als Hauptvertreter der deutschen klassizistischen Hochromantik und Vollender der Wiener Klassik. Ab 1862 lebte er in Wien und pflegte auch regen Kontakt zu Johann Strauss (Sohn). Er starb am 3. April 1897 im Alter von 63 Jahren in seiner seit 1872 bewohnten Wohnung in der Karlsgasse 4, wahrscheinlich an einem Pankreaskarzinom.

Franz Schubert

Künstlerisch wertvoll.

In Wien geboren, in Wien gestorben. Schubert, 1797 – 1828, war ein echter Wiener. In die Musikgeschichte eingegangen ist er als „Romantiker der Klassik“ und als „Liederfürst“. Er war, bezogen auf seine Lebensspanne, extrem produktiv, hinterließ mehr als 600 Lieder, acht Symphonien, sieben Messen, 15 Streichquartette, Tänze und Klavierstücke.

Wolfgang Amadeus Mozart

Mehr Denkmal als Grabmal.

Mozart, 1756 – 1791, war einer der Hauptvertreter der Wiener Klassik. In unvergleichlicher Weise beherrschte und verfeinerte er die unterschiedlichsten Musikarten und Kompositionsweisen vom Volkslied bis zur barocken Polyphonie, aus denen er seinen eigenen Stil entwickelte. Mozart wurde in einem Schachtgrab am St. Marxer Friedhof beigesetzt. Das dem Komponisten gewidmete Grabdenkmal wurde 1859 auf dem St. Marxer Friedhof aufgestellt und 1891 zum heutigen Standort übersiedelt.

Die nachfolgenden drei Persönlichkeiten haben den Wiener Walzer unsterblich gemacht.

Josef Lanner

Musikdirektor der k.k. Redoutensäle. Bürger von Wien.

Zusammen mit Johann Strauss (Vater) begründete Lanner, 1801 – 1843, die spezifische Form des Wiener Walzers als Walzerkette mit Introduktion und Finale. Er nutzte die Klangmöglichkeiten des Orchesters wirkungsvoll aus und genoss auch als Violinvirtuose einen hervorragenden Ruf. 1824 gründete er sein eigenes Orchester.

Johann Strauss (Vater)

Der Vater, der nicht wollte, dass sein Sohn Musiker wird.

Strauss (Vater), 1804 -1849, machte neben Lanner den aufkommenden Walzer salonfähig und zum beliebtesten Gesellschaftstanz seiner Zeit. Er komponierte insgesamt 251 Werke, darunter 152 Walzer, 32 Quadrillen und 16 Märsche. Besonders berühmt wurde sein „Radetzkymarsch“. 1825 gründete er seine eigene Kapelle, 1835 wurde er Hofballmusikdirektor.

Johann Strauss (Sohn)

Der Sohn, der von der Mutter gefördert wurde und den Vater in Ehren hielt.

Seine mehr als 550 Kompositionen haben die Bühnen der Welt erobert. Strauss (Sohn), 1825 – 1899, gilt als der Vater der goldenen Wiener Operetten-Ära, ist aber auch der unumstrittene Walzerkönig. Seine Noten haben den Walzer vom einfachen Tanz zum symphonisch instrumentierten Konzertwalzer weiterentwickelt. „An der Schönen Blauen Donau“, 1867 uraufgeführt, gilt als die Mutter aller Walzer und als inoffizielle Landeshymne des Bundeslandes Wien.

In dieser Gruppe liegen auch Hugo Wolf, Karl Millöcker, Franz von Suppe, Eduard Strauss, Josef Strauss sowie das literarische Multitalent Johann Nestroy.

Die nächste Gruppe ist 32 C. Dort finde ich weitere Komponisten wie Arnold Schönberg und Robert Stolz,  vor allem aber Schauspieler und Politiker.

Arnold Schönberg

Sein Nachlass liegt im Arnold Schönberg Center am Schwarzenbergplatz.

Schönberg, 1874 in Wien geboren und 1951 in den USA gestorben, war ein österreichisch-amerikanischer Komponist, Musiktheoretiker, Kompositionslehrer, Maler, Dichter und Erfinder. Er stammte aus einer jüdischen Familie, emigrierte 1933 in die USA und nahm 1941 die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten an. Mit seiner Zwölftontechnik prägte er das musikalische Leben des 20. Jahrhunderts.

Robert Stolz

An seiner Seite ruht seine letzte Ehefrau „Einzi“, die am 18. Januar 2004 in Wien verstarb.

Stolz, 1880 – 1975, war der letzte große Meister der Wiener Operette und ein erfolgreicher Vertreter der Wiener Unterhaltungsmusik. Sein Lebenswerk umfasst rund 60 Operetten, Singspiele und Ballette, Musik zu 25 Eisrevuen und 98 Filmen sowie 2.000 Lieder, Walzer und Märsche.

Paul Hörbiger

Hörbigers letzte Premiere am Burgtheater fand 1979 statt: „Komödie der Eitelkeit“ von Elias Canetti.

Hörbiger, 1894 – 1981, war einer der populärsten Volksschauspieler in Österreich. Er wirkte in mehr als 300 Filmen mit, in denen er ab 1929 Hauptrollen übernahm, oft als Partner von Hans Moser. Von 1926 – 1940 arbeitete er im Ensemble von Max Reinhardt in Berlin, bis 1943 und ab 1965 am Burgtheater in Wien.

Hans Moser

Sein bürgerlicher Name war Johann Julier.

Moser, 1880 – 1964, ist ein österreichisches Unikum. Mit dem typischen Nuscheln und der rudernden Gestik als Markenzeichen ist er durch zahlreiche Filmrollen – insgesamt spielte er in 124 Filmen mit – berühmt geworden. Auch auf der Bühne konnten seine „grantelnden“ Charaktere überzeugen.

Theo Lingen 

1944 verlegte er seinen Wohnsitz nach Wien.

Lingen, 1903 – 1978, hieß eigentlich Franz Theodor Schmitz, geboren in Hannover, gestorben in Wien. Seine näselnden Dienerfiguren und sein trockener Humor machten ihn zum vielbeschäftigten Schauspieler des deutschsprachigen Kinos. Er spielte in mehr als 200 Filmen mit, oft als Partner von Hans Moser. Seit 1948 war er auch im Charakterfach am Wiener Burgtheater engagiert.

Curd Jürgens

Seine Beisetzung fand am 22. Juni 1982 in einer nächtlichen Zeremonie ab 21 Uhr statt. Mehr als 3.000 Fans waren am Grab versammelt. Eine Ehrenformation der österreichischen Luftwaffe flog über sein Grab.

Jürgens, 1915 – 1982, wurde von Willi Forst entdeckt und wirkte von 1936 bis 1979 in 160 Filmen mit. Er war auch als Charakterdarsteller auf der Bühne erfolgreich, von 1936 – 1941 am Wiener Volkstheater und bis 1953 und ab 1956 am Burgtheater. In München geboren, in Wien gestorben.

Bruno Kreisky

Er arbeitete eng mit Willy Brandt und Olof Palme zusammen.

Kreisky, 1911 – 1990, war von 1970 bis 1983 Bundeskanzler der Republik Österreich. Er hat in diesen 13 Jahren ein Klima der Weltoffenheit und Toleranz geschaffen. Von 1967 – 1983 war er Vorsitzender der SPÖ. 1975 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt. Das Grab ist ein Familiengrab, in dem auch seine Frau und sein Sohn ruhen.

Die Gruppe 33 G schließt sich an. Hier liegen

Alfred Adler

Adler starb am 28. Mai 1937 in Aberdeen an Herzversagen.

Adler, 1870 – 1937, entstammte einer jüdischen Familie, konvertierte 1904 zum Protestantismus und studierte Medizin an der Universität Wien. Seine Arbeit hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Psychologie u. Psychotherapie im 20. Jahrhundert. Er gilt als Begründer der Individualpsychologie. Adler betrachtete den Menschen als selbstbestimmendes und nicht von Trieben bestimmtes Wesen. Anfang der 1930er-Jahre war Adler einer der bekanntesten Psychologen der westlichen Welt. 1934 emigrierte er in die USA.

Willi Boskovsky

Er trat auch als Solist unter den Dirigenten Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler und Hans Knappertsbusch auf.

Boskovsky, 1909 – 1991, genoss als Dirigent mit dem Geigenbogen große internationale Popularität. 25 Jahre dirigierte er das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, erstmals in 1955. Boskovsky dirigierte diese Konzerte wie Johann Strauss mit der Geige in der Hand, sozusagen als Stehgeiger. In seinem Grab ruht auch seine Frau, die von 1945 bis 1963 Mitglied zum Ensemble des Burgtheaters gehörte.

Helmut Qualtinger

Bei den Dreharbeiten zu dem Film „Der Name der Rose“ erkrankte er schwer. Es wurde sein letzter Film.

Qualtinger, 1928 – 1986, zählt zu den bekanntesten und eigenwilligsten Persönlichkeiten des österreichischen Kulturlebens nach dem Zweiten Weltkrieg. 1961 trat er in dem Einpersonenstück „Der Herr Karl“ auf und schaffte damit seinen Durchbruch im deutschen Sprachraum. Der Herr Karl arbeitet im Keller eines Lebensmittelladens und erzählt einem imaginären Kollegen von seinem Leben, vor, während und nach dem Krieg. Oberflächlich betrachtet, erscheint der Herr Karl als netter Mensch mit liebem Blick („I kann scheen schaun“). Doch nach und nach erfährt der Zuschauer von dem Wendehals und Opportunisten Herrn Karl, dass er eigentlich ein gefährlicher, weil unberechenbarer Mitläufer ist. So offen hatte vor ihm noch niemand den Durchschnittsbürger als Mittäter entlarvt und dargestellt. Das brachte ihm in Österreich viele Feinde und sogar Morddrohungen ein.

In dieser Gruppe finden sich auch drei gestalterisch außergewöhnliche Grabstätten.

Franz West

Die rosarote Grabskulptur wurde von einem ehemaligen Assistenten des Künstlers angefertigt, indem er eine viel kleinere Originalskulptur vergrößerte.

West, 1947 -2012, lebte und arbeitete in Wien und wurde vor allem mit Skulpturen und Rauminstallationen international bekannt. Grundthema seiner Arbeit waren Kommunikation und Interaktion durch Kunst. Er befasste sich auch mit angewandten Arbeiten. Ab 1987 entstanden Sitzmöbel, die die Grenze zwischen Kunstobjekt und Gebrauchsgegenstand verschwinden lassen.

György Ligeti

Sein Werk „Atmospheres“ kam bei Stanley Kubrick im Film „2001: Odyssee im Weltraum“ zu Ehren.

Ligeti, 1923 – 2006, begann seine Ausbildung am Konservatorium von Klausenburg. 1956 kam er mit seiner späteren Frau nach Wien. Nach einigen Stationen in Deutschland und den USA verbrachte er die letzten Jahre seines Lebens wieder in Wien. Ligeti suchte fortwährend nach neuen musikalischen Ausdrucksformen, nach neuen „Klangflächenkompositionen“, die auf den Einfluss der elektronischen Musik zurückgehen.

Udo Jürgens

Ihr seid das Notenblatt, das alles für mich war. Ich lass` Euch alles – ich lass` Euch alles da.

Es hieße Eulen nach Athen tragen, Udo Jürgens, 1934 – 2014, vorstellen zu wollen. Da er unbedingt oberhalb der Erde begraben werden wollte, ist seine Urne in einem Flügel eingelassen und mit einem Marmordeckel verschlossen worden. Das „Grab“ hat eine sehr exponierte Lage mitten auf einer Wiese.

In der etwas entfernt liegenden Gruppe 40 finde ich die Grabstätte von

Hans Hölzel

Am 6. Februar 1998 starb Falco bei einem Verkehrsunfall. Bei der Ausfahrt von einem Parkplatz der „Turist Disco“ rammte ein Bus seinen Geländewagen. Falco war sofort tot. Drogen wurden in seinem Blut nachgewiesen.

Hans Hölzel, 1957 – 1998, wurde als Falco bekannt. Seinen gut tanzbaren Disko-Pop setzte er in raffinierten Collagen aus Rap, Rock und Klassik zusammen. Mit dem „Kommissar“ sang er sich in die europäischen Charts, mit seinem „Amadeus“ eroberte er als erster Österreicher die US Charts. 1998 starb er bei einem Verkehrsunfall in der Dominikanischen Republik.

In Gruppe 40 liegt auch die nationale Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

Unmittelbar vor der Friedhofskirche „Zum Heiligen Karl Borromäus“ befindet sich die Begräbnisstätte der „ersten Männer“ Österreichs, der Bundespräsidenten nach 1945 von Dr. Karl Renner bis zu Dr. Thomas Klestil. Zu den konfessionellen Bereichen des Zentralfriedhofs gehören der Alte und Neue Jüdische Friedhof, der evangelische Friedhof sowie islamische, buddhistische, russisch-orthodoxe und mormonische Abteilungen.

Zur Geschichte. Der Zentralfriedhof wurde um 1870 geplant und am 30. Oktober 1874 eingeweiht. Mit einer Größe von 250 Hektar ist er heute der zweitgrößte Friedhof in Europa. Hamburg, der Friedhof Ohlsdorf, ist mit 391 Hektar die europäische Nummer Eins. Die Friedhofskirche im Jugendstil wurde zwischen 1907 und 1910 errichtet.

Die Kirche zum Heiligen Karl Borromäus.

In den ersten Jahrzehnten nach der Einweihung war der Friedhof bei den Einheimischen aufgrund der großen Entfernung zur Stadt und der weitgehend öden Fläche nicht wirklich beliebt. Niemand wollte sich hier begraben lassen. Eine Attraktion musste her. Deshalb wurden bekannte Persönlichkeiten von anderen Friedhöfen hierher überführt. Die Geschichte der Ehrengräber begann.

So ein Spaziergang als Friedhof-Flaneur dauert locker bis zu vier Stunden. Mit dem Fiaker geht es bequemer.

„Unter der Erde“ sind alle gleich, aber „zu ebener Erd“ gibt es eindrucksvolle Unterschiede in Glanz und Glorie, denn Ansehen und Wohlstand werden damit über Lebzeiten hinaus dokumentiert. So staune ich auch über viele „normale“ Grabstätten, die auf dem Weg zu den Ehrengräbern liegen.

Krass. Der Herr und die Dame links und rechts haben noch kein offizielles Sterbedatum.

Auf dem Wiener Zentralfriedhof wird Kulturgeschichte lebendig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare
  1. Hallo Peter ,
    habe den Beitrag Zentral-Friedhof Wien in Capetown gelesen. Er hat mich fast mehr interessiert und viel zum Nachdenken motiviert als manchen anderen Bericht von dir. Das ist Kulturgeschichte pur !! Danke vielmals.
    Lieber Gruß Wolfgang

    1. Lieber Wolfgang, das ist richtig. Viele Beiträge dokumentieren meine persönlichen Interessen, sind aber vielleicht auch gute Empfehlungen, andere Beiträge wiederum haben mit meiner Person (fast) nichts zu tun. Wien ist eine großartige Stadt. Es war der Beginn einer hoffentlich wundervollen Freundschaft. Wie geht es Dir in Kapstadt? Liebe Grüße, Peter

  2. Schön, dass ihr die Ehrengräber vorstellen. Der Zentralfriedhof in Wien fasziniert mich immer wieder. Auf Friedhöfen mache ich mir manchmal Sorgen bezüglich der Kippsicherheit der Grabsteine, wenn ich mit meinen Enkeln da bin. In Wien ist die Pflege jedoch sehr gut.

    1. Danke für Ihren Kommentar. Ja, ich schaue mir gerne kreativ gestaltete Friedhöfe an, da viele Gräber und auch die Grabgestaltung eine spannende Geschichte erzählen. Hoffentlich können wir bald wieder in die Welt.

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