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Quokkas auf der Rattennest-Insel

Sie erreichen eine Kopf-Rumpflänge bis zu 60 Zentimeter, sind bis zu fünf Kilogramm schwer und haben ein graubraunes Fell mit leichtem Rotstich. Die Hinterbeine sind lang und kräftig, die Vorderbeine kurz. Die Rede ist von Kängurus, Kurzschwanzkängurus, auch Quokkas genannt. Ich besuche sie auf der Rattennest-Insel, Rottnest Island. Ein holländischer Seefahrer hielt Ende des 17. Jahrhunderts die Quokkas für gigantische Ratten und gab deshalb der Insel den Namen „Rotte nest“. Der Name Quokka kommt aus einem lokalen Dialekt der Aborigines.

Die Fähre für 98 Dollar über den Swan River und Indischen Ozean dauert knapp 90 Minuten. Mit dem Kauf des Tickets kann normalerweise auch ein Fahrrad gemietet werden. Ich höre „sold out“. OK, dann muss ich dem Glück auf der Insel vertrauen. Als ich bei „Pedal And Flipper“ ankomme, sehe ich nicht nur eine Warteschlange von etwa 30 Metern Länge, sondern auch Hunderte von Fahrrädern. Das Fahrrad kostet 30 Dollar für den Tag.

Kein Engpass an Fahrrädern.

Im Vorfeld lese ich, dass Quokkas nachtaktiv sind, tagsüber in Verstecken schlafen. Nach fünfhundert Metern läuft mir das erste Kleinkänguru fast vor mein Fahrrad. Ich muss heftig bremsen. Na, das wär´s ja gewesen, ein Quokka-Unfall. Seelenruhig sucht es den Schatten eines Wasserspenders auf.

Die erste Begegnung.

Nach weiteren drei Kilometern sehe ich im Astdickicht ein weiteres Quokka.

Zufallsentdeckung.

Ich fahre weiter, und weiter, und weiter. Keine Quokkas mehr. Dafür herrliche Strände und türkisfarbenes Wasser. Ein Traum.

Erst als ich zur „Oliver Hill Battery“ komme, da, wo die meisten Biker ihre Räder abstellen, sehe ich eine Fünfer-Gruppe Quokkas, die keine Angst vor Menschen zu haben scheint. Sie sind ausgesprochen tagaktiv, gesellig. Vielleicht weil sie wissen, das Menschen mit ihnen gerne Selfies machen wollen und ab und zu auch eine kleine Futterspende bereitstellen. Doch Vorsicht: Quokkas sind wie alle Kängurus Pflanzenfresser, ernähren sich von Gräsern, Kräutern und Blättern.

 

 

Auf Rottnest Island werden bis zu 10.000 Quokkas vermutet. Davon habe ich, einzelne Quokkas nach Oliver Hill und die Sechser-Gruppe am Ende der Fahrradtour in der Nähe von „Pedal And Flipper“ eingeschlossen, 16 gesehen. Eine bescheidene Ausbeute für einen Tag Fahrradfahren in der Sonne.

Schatten – welche Wohltat. Aber keine Quokkas.

Zehn Prozent der Insel sind Salzseen.

Gute Straßen, aber kein Schatten. Vor allem geht es immer leicht hügelauf, hügelab.

Motivation.

However, tolle Strände, es soll 63 davon geben, Salzseen auf zehn Prozent der Inselfläche, Hügel, Wälder und super asphaltierte Straßen für Fahrräder, keine Autos, nur manchmal der „Strand-und Touri-Bus“, kalte Getränke im Main Settlement (Wermutstropfen: nur dort), und vor allem die süßen Mitglieder aus der Familie der Kängurus – der Besuch der elf Kilometer langen und 4.5 Kilometer breiten Insel ist ein Genuss, sehr empfehlenswert.

 

 

 

 

 

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