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In 80.000 Schritten um die Welt – Südostasien

Kapitel 9: Besucht habe ich sieben Länder. Ein Land hat den Zugang bewusst kompliziert gemacht. Keine Warteschlangen, sondern nur Buchung am gleichen Tag, ab 9:00 Uhr, über eine App möglich. Das versuchen natürlich Hunderte. Ich habe es mehrmals probiert, bin aber nie bis zur Buchung eines Termins gekommen. Schade, und dieses Land ist Ausrichter der nächsten Welt EXPO in 2025.

Beginnen wir die Tour mit

Singapur

Die grüne Oase aus Asien

Die Intention des Pavillons ist hervorragend. Singapur präsentiert sich als urbaner Garten, als eine umweltfreundliche grüne Oase, als Symbiose aus Natur und Architektur. Ich gehe vom Ground Garden in den Rainforest, beide Bereiche im grünen Überfluss, um dann auf einem langweiligen Deck mit Gastronomie zu landen. Was passiert auf dem Weg dorthin?

Kleine Information – Große Natur

Der Canopy Walk, so taufe ich ihn, in Erinnerung an meine realen Erlebnisse im Gardens by the Bay ist schnell geschafft. Abwechslung vom „ewigen“ Grün bieten Erklärungstafeln zum laufenden Wandel der Stadt von einem städtischen Moloch zu einer grünen „City in Nature“. Singapur hat ehrgeizige Pläne, die, dessen bin ich mir sicher, bis 2030 Wirklichkeit werden.

Der Besuch im Singapur-Pavillon ist eine wohltuende Entspannung inmitten der Reizüberflutungen anderer Länderpavillons. Dennoch habe ich mich auf dem „Oberdeck“ gefragt, ob die Natur nicht mehr Reize hätte bieten können.

Und hinten rechts geht es die Treppen runter – einfallslos

Malaysia

Eher zufällig stehe ich im Pavillon, da hörenswerte Klänge meine Ohren erreichen.

Musik stimmt positiv

Das Thema des Pavillons „ Belebung von Nachhaltigkeit“ und die Qualität der Ausstellungen beeindrucken. Nach dem höchst informativen Rundgang entspanne ich noch einige Minuten bei der malaiischen Musikgruppe. Und vergesse ein Foto von der interessanten Architektur des Pavillons zu machen, der auf der Website der EXPO 2020 als „Netto-Null-Kohlenstoff-Pavillon“ bezeichnet wird.

Der kunstvolle Schmetterling

Ein Würfel als Leinwand

Die Kampagne „My Butterfly Effect“, die im Pavillon vorgestellt wird, ist ein holistisches Konzept, das jeden Einzelnen ermutigen und inspirieren soll, sein Denken und sein Handeln dem Prinzip der Nachhaltigkeit zu widmen. Individuelle positive Ergebnisse summieren sich zu einem kollektiven Tornado. Der nationale Schmetterling Rajah Brooke ist das „Gesicht“ der Kampagne.

Drei „Quick Facts“:

Wirtschaft / Malaysia ist der weltweit größte Exporteur von Gummihandschuhen und der zweitgrößte Produzent und Exporteur von Palmölen und -fetten mit einem Anteil von 12 bzw. 27 Prozent

Wald / Taman Negara ist einer der ältesten Regenwälder der Welt, der schätzungsweise 130 Millionen Jahre alt ist

Solarenergie / Malaysia ist weltweit führend in der Herstellung von Solartechnologie

Video über Fauna und Flora

Malaysia hat mich mehr geflasht als Singapur.

Thailand

Diese beiden Maskottchen führen im Pavillon auch durch die Show

Der Pavillon ist architektonisch sehr gut gelungen. Der Vorhang von mehr als 500 gewebten künstlichen Blumen ist beeindruckend. Im Innern punktet das Land mit Sympathie, mit Gastfreundschaft. Land des Lächelns. Die Präsentationen machen Lust auf Thailand.

Stilvoller Empfang

Einführung in Land und Leute

Programmatische Zukunftskonzepte halten sich in Grenzen. Ob sich auch Investoren angesprochen fühlen, vermag ich nicht einzuschätzen. Auf jeden Fall ist der Besuch ein Erlebnis.

Apropos Leute. In diesem Video erzählen Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Ländern, warum sie in Thailand leben

Südkorea

Auf dem Dach des Pavillons

Die Fassade des Südkorea-Pavillons ist ein Kunstwerk. Die miteinander verbundenen mehr als 1.500 Kuben rotieren permanent, strahlen tagsüber in Rot- und Gelbtönen, während sie in der Dunkelheit mit blau und pink begeistern. Die Besucher werden in luftiger Höhe um das Gebäude geführt. Tolle Ausblicke auf das EXPO-Gelände eingeschlossen.

Digitale Info-Tafel

Die Sachthemen sind dem EXPO-Schwerpunkt „Mobility“ zugeordnet. Auf dem sonnigen „Höhenweg“ können die Errungenschaften des Landes mit einem nach dem Check-In ausgegebenen Smartphone digital abgerufen werden.

 

Nicht zu vergessen die wunderbare Show-Halle im Erdgeschoss. Ich denke, Südkorea hat mit seinen Smart-Ansatz, übersetzt für mich, Fokus auf Sachthemen, weniger Lichteffekte, ins Schwarze getroffen.

Ein tolle Idee zum Farewell: Bei Berührung des Bildes vergrößert sich das Foto und erklärender Text erscheint

Im Übrigen bietet das Restaurant leckere Spezialitäten zu vernünftigen Preisen. Wir haben uns überzeugt.

CHINA

Von filigraner Architektur keine Spur 

Eine riesige, massive Laterne mit einem Panda-Begrüßungs-Trio repräsentiert China. Keine architektonische Innovation, China setzt auf Tradition. Im Pavillon erlebe ich kein Feuerwerk an Kreativität. Ein solider, netter Auftritt.

Kinder malen ihre Visionen

Bei den schweren Sachthemen darf leichte Kost nicht fehlen

Eine Reise in die chinesische Sprache 

Schwerpunkt der Ausstellung ist der Weltraum

Bemerkenswert die tägliche zehnminütige Lasershow in der Dunkelheit.

Indonesien

Komodo Island als eines der sieben Welt-Naturwunder. Komodo, eine Insel, ist bekannt für Warane

Der indonesische Pavillon lädt mit bunten Buchstaben zum Besuch ein. Die Ausstellungen sind optisch gut gemacht, die Informationen zu den Projekten interessant aufbereitet.

Besonders imponiert mir eine lange Wandfläche mit einer kreativen Präsentation von Gewürzen. Das Ambiente ist sympathisch, die Wachstumszeile sind sehr ehrgeizig. Der Pavillon ist Heimat der Vielfalt.

Die verschiedenen Gewürze werden in den Plexiglas-Boxen ausgestellt

Auch für Indonesien drei „Quick Facts“ von der Website der EXPO 2020:

Demografische Daten / In Indonesien leben 270 Millionen Menschen, rund 300 ethnische Sprachen und die größte muslimische Bevölkerung der Welt

Wirtschaft / Als G20-, APEC-, ASEAN- und WTO-Mitglied ist Indonesien die größte Volkswirtschaft in Südostasien und eine der größten der Welt

Sprachliche Einflüsse / Indonesier übernehmen ihre Sprache aus dem Sanskrit, Arabisch, Chinesisch, Niederländisch, Portugiesisch und Englisch

Philippinen

Die blaue Skulptur „Haliya“ auf dem Plaza vor dem Pavillon ist Symbol für Mythen, Kultur, Erbe und Tradition. Diese Themen stehen auch im Vordergrund der Ausstellung. Die Atmosphäre ist recht dunkel, ich habe mehr Lebensfreude und programmatische Kreativität erwartet. Die Architektur des Pavillons ist an ein Korallenriff angelehnt, Natur und Design sind inspirierende Partner.

Japan

Architektonisch überzeugt der Pavillon überhaupt nicht. Das Innenleben soll jedoch ein poetisches Erlebnis bieten. Leider nicht für mich, da ich keinen Besuchstermin vereinbaren konnte. Schade, für den Veranstalter der EXPO 2025 (Osaka) hätte ich mehr Besucherfreundlichkeit erwartet. Der Ausschluss von Spontaneität und eine nur tagesaktuelle Terminierung lässt mein Herz für Osaka nicht hoch schlagen.

 

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