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Die TOP 10 der Enttäuschungen

Ursprünglich wollte ich mit diesem Beitrag das erste Triennium abschließen. Nein, der letzte Beitrag muss positiv sein, Freude, Begeisterung und Dankbarkeit ausdrücken. Deshalb wird Teil 3 der kleinen Serie „Gold – Silber – Bronze“ erst nach diesem Beitrag veröffentlicht. Von den folgenden TOP 10 haben vier unser Budget stark strapaziert, zwei für Wut auf das Wetter geführt, zweimal waren wir höchst emotional verärgert, und einmal war ich um meine Gesundheit besorgt. Aber nur einmal in diesen drei Jahren hatten wir eine echte Krise. Nun ja, auch dann galt „Lebe geht weider“.

TOP 10 – Wetter in Sydney vom 4. – 18. Dezember 2018

Melbourne war im November recht kühl, aber sonnig. Die besseren Temperaturen werdet ihr in Sydney haben, so die Melburnians zu uns. Und in der Tat, vom 18. Dezember bis zum 4. Januar war das Wetter in Sydney hervorragend. Leider nicht in den beiden ersten Wochen. Mal Sonne, viele Wolken, oft Regen, zwei Thunderstorms, Sydney zeigte sich wettertechnisch nicht von seiner besten Seite. Glück im „Unglück“ – zum richtigen Zeitpunkt, Weihnachten und Silvester, war das Wetter sehr gut.

Blick aus unserem Küchenfenster.

TOP 9 – Wetter in Portugal im Mai und Juni 2018

Lissabon im Mai war sonnig und kühl, Durchschnittstemperatur knapp über 20 Grad. Porto im Juni war wolkig und sonnig knapp unter 20 Grad. Das hatten wir uns anders vorgestellt. In Deutschland stöhnten unsere Freunde unter der Hitze. 30 Grad waren nahezu die Regel.

Beim Fado haben wir uns „ausgeweint“.

TOP 8 – Insel Air für die innerkaribischen Flüge im Februar und März 2018

15 Stunden Warten für 15 Minuten Fliegen     

„Wollt ihr wirklich mit InselAir fliegen“. Unser Host Sharon von den Lagoon Studios in Oranjestad ist mehr als skeptisch, als wir ihr sagen, dass wir die Flüge zwischen den Inseln mit InselAir gebucht haben. „Wisst ihr, wie wir InselAir auf Aruba nennen? Cancel Air“. Sie sollte Recht behalten. Unser Flug am 15. Februar von Aruba nach Bonaire über Curacao, wir hatten ja uns beim Italiener für ABC entschieden, hebt fast pünktlich ab (statt 8:15am um 8:30am). Auf Curacao angekommen, müssen wir lernen, dass InselAir den Weiterflug nach Bonaire um 9:30am storniert hat. Begründung einer Dame des Bodenpersonals: „We have to use the plane for Sint Marteen“. Der nächste Flug nach Bonaire gehe um 0:50 am. Mit uns stehen noch drei Reisegäste für Bonaire ratlos am Schalter der Airline. Was tun? 15 Stunden am Flughafen warten? Nein, wir reklamieren die Verantwortung der Airline, und siehe da, plötzlich gibt es einen Voucher für den Zwischenaufenthalt in einem Hotel in Willemstad-Stadtmitte.

Wir hängen rum, gehen spazieren, arbeiten, und warten auf den Rücktransport zum Flughafen um 11:00pm. Das Taxi ist pünktlich, wir sind um 11:20pm am Flughafen, checken ein und sind überrascht, dass der Flug schon um 11:50pm starten soll. Wir sind die letzten ankommenden Passagiere und eine Stunde früher als planmäßig hebt die Fokker 50, voll besetzt, ab. 15 Minuten später landen wir in Kralendijk, der Hauptstadt von Bonaire, und informieren unseren Host Raymond, den ich über die Verspätung am Vormittag schon informiert hatte, das wir gelandet sind. Raymond kommt um 0:30am mit dem Pick-up und fährt uns zu seinen Bridanda Apartments. Was für ein unvergesslicher Tag. Danke InselAir.

Willkommen bei Cancel Air.

TOP 7 – Das Resort „Royal Huahine“ im Oktober 2018 

Wir wohnen vier Tage im „Royal Huahine“. Der ganze Aufenthalt steht unter einem schlechten Stern. Hier ein Auszug aus meinem Blog-Beitrag.

Wir erfahren, dass die Anlage seit fast 20 Jahren steht, vom amerikanischen Erstbesitzer als 5-Sterne-Luxus-Resort konzipiert und an einen Franzosen verkauft wurde, weil das Konzept nicht aufging. Heute hat das auch Te Tiare genannte Beach Resort drei Sterne. Wie viele mögen es in fünf Jahren sein?

Das Dinner im Restaurant ist mittelmäßig, und als wir am Morgen des zweiten Tages zum Frühstück kommen, verschlägt es uns fast die Sprache. Vögel überall. Deshalb sind die wenigen Früchte und das Brot mit einem Pareo, dem traditionellen Wickelrock der Frauen in Polynesien, abgedeckt. Das Angebot ist spärlich, der Kaffee schmeckt überhaupt nicht – nein, hier müssen wir nicht mehr essen.

Wir entwickeln ein „kulinarisches“ Ritual für die nächsten drei Tage: Morgens, Kekse aus dem Supermarkt plus Espresso an der Bar, der Espresso ist gut, Lunch auswärts und abends Baguette, Käse und Rotwein, die Geschichte wiederholt sich, aus dem Supermarkt.

Neben der kulinarischen Enttäuschung im Resort, müssen wir, noch ausgeprägter als auf den anderen Inseln, mit der Instabilität des Internets leben. On top kommt noch das nicht vorhandene Internet in den Bungalows, nur im Restaurant und an der Bar ist WiFi möglich. Im Resort ist wenig los, vielleicht sind zehn von über 40 Bungalows besetzt. Liegt es an der auslaufenden Saison, oder hat es sich schon herumgesprochen, und wir haben es nicht gehört, dass die besten Zeiten des Beach Resorts vorbei sind?

Positiv ist das Bemühen der nur schlecht englisch sprechenden Servicekräfte, auch mit nicht französisch sprechenden Kunden zu kommunizieren. Positiv auch die Zuverlässigkeit des Shuttle-Services und die Hilfsbereitschaft des Fahrers. Das Beste am Hotel, überspitzt formuliert, ist die 15minütige Fahrt mit dem Shuttle an der Küste entlang.

Unser Bungalow. Allerdings ohne WiFi.

TOP 6 – Preis-Leistung bei den Unterkünften in Island im August 2018 

Der erste Schock auf unserer Weltreise. Unsere Unterkünfte in Island und deren Preise.

Reykjavik, Hotel Heidmörk, 155 EUR pro Nacht inklusive Frühstück, Hotel liegt in einem Industriegebiet, 4 Nächte.

Holt, Guesthouse Holt, 127 EUR pro Nacht inklusive Frühstück, Zimmer ca. sieben Quadratmeter, Badezimmer auf dem Gang, 1 Nacht.

Höfn, Skyjaborg Apartments, 180 EUR ohne Frühstück, Apartment liegt über einem Restaurant, 1 Nacht.

Selfoss, Garun Guesthouse, 130 EUR ohne Frühstück, 1 Nacht.

Borgarnes, Borgarnes B&B, 160 EUR inklusive Frühstück, B&B liegt an einem See, 1 Nacht.

TOP 5 – Zweimal haben Airbnb-Gastgeber in 2018/ 2019 kurzfristig storniert 

Zunächst brachte Gudrun aus Reykjavik unser Blut in Wallung. Am 12. August 2018 stellte sie fest, dass wir bei ihr nicht übernachten können. Unser Abflug nach Reykjavik: 15. August. Warum werden solche Gastgeber bei Airbnb nicht gesperrt? Unmöglich. Auf die Schnelle buchten wir das Hotel Heidmörk, doppelt so teuer wie Gudrun. Am 26. Juni 2019 teilte uns Sean aus Vancouver mit, dass er einen Wasserschaden in der Wohnung habe. Unser gebuchter Zeitraum: 14. – 21. Juli 2019. Die Alternative war um ein Drittel teurer. Und via Booking.com sagte uns Pierre auf Tahiti drei Monate vor unserer Ankunft ab. Die Alternative war um ein Drittel teurer.

Keep calm.

TOP 4 – Curacao Suites Hotel / Willemstad im März 2018

Am 2. März kommen wir im „Curacao Suites Hotel“ in Willemstad an. Das Hotel an der Arubastraat grüßt mit einem schwarzen Anstrich. Unser Zimmer mit den Abteilungen Schlafen und Kochen ist in Harmonie mit der Außenfassade möbliert. Dunkel, kleines Fenster zu einer Baustelle, in der Küche Fenster zum Gang. Mini-Schreibtisch. Wären wir nur für ein paar Tage hier, kein Problem. Aber wir wollen vier Wochen bleiben. Und meine Frau will arbeiten. Wir haben über Booking.com gebucht, weil es keine angemessene Airbnb-Unterkunft gab, und wir haben auch schon bezahlt. Glücklicherweise findet meine Frau eine Co-Working in der Nachbarschaft. In der Woche können wir die gemeinsame Zeit im Hotelzimmer minimieren, was aber tun am Wochenende? Wir fassen eine budgetrelevante Entscheidung. An jedem der vier kommenden Wochenenden quartieren wir uns in einem Beach Resort auf der Insel ein. Rückblickend eine super Entscheidung, auch wenn unser Budget „not amused“ war.

Das beste an den Curacao Suites war die Dachterrasse …

… und die Lage zum „Gouverneur“.

TOP 3 – Horizon Manor Hotel / Doha im März 2019

Ich bin anscheinend ein Wiederholungstäter. Wieder über booking.com ein Hotel, diesmal für drei Wochen, gebucht und schon bezahlt. Wir kommen im Horizon Manor Hotel in Doha an und sind entsetzt. Das soll unser Zimmer für die nächsten drei Wochen sein? Dunkel, ein deja- vu, kleiner Schreibtisch, schreckliches Bad mit Dusche in der Badewanne. Nein, ein anderes Zimmer sei nicht verfügbar, das sei schon ein Upgrade für unseren gebuchten Zeitraum. Wir bleiben für eine Nacht, und suchen einen Tag später ein neues Hotel. Werden fündig in West Bay, dem Business District von Doha. Eine super Entscheidung, denn das Wyndham Doha West Bay ist ein ausgezeichnetes Hotel (Zimmer mit Frühstück) zu vernünftigen Preisen. So leisten wir uns in Doha zwei Hotelzimmer – in dem einen wohnen wir, in dem anderen verbringen wir die erste Nacht und den letzten Abend vor unserem Weiterflug nachts nach Kapstadt. Die Doppelbuchung hat uns 1.200 Euro gekostet. Learning: Bei längeren Zeiträumen in einem Hotel werden wir künftig maximal drei Nächte buchen und dann vor Ort über das weitere Vorgehen entscheiden.

Das Hochhaus (li.) ist das Horizon Manor. Gute Lage in der Altstadt und direkt am Museum für Islamische Kunst.

Willkommen in der Dunkelheit.

Top 2 – Leistenprobleme nach dem Aufstieg auf den Lions Head im Dezember 2016

Ja, ich gestehe, es war anstrengend, den Lions Head zu erklimmen. Das Glücksgefühl auf dem höchsten Punkt entschädigt aber für alle Mühen. Im Vergleich zum Tafelberg ist der Lions Head ein großer Hügel. „Nur“ 670 Meter hoch. Und im Gegensatz zum Tafelberg gibt es keine Seilbahn. Wer auf seine Spitze möchte, sozusagen auf den Kopf des Löwen steigen will, der muss zu Fuß hoch. Der Aufstieg dauert ca. eine Stunde. Oder auch länger. Denn die atemberaubenden Ausblicke auf dieser einzigartigen 360 Grad-Spiralroute und die anspruchsvollen Kletterpassagen im letzten Steilstück ermuntern zu kleinen Pausen, sind gut für Fotos und Puls. Ein einmaliges Erlebnis.

Oben auf der Spitze zu stehen oder zu sitzen, auf Kapstadt zu schauen, dieses Gefühl ist mit Worten kaum zu beschreiben. Der Weg ist anfangs easy, zum Joggen geeignet. Dann aber übernehmen Steine die Hoheit über den Weg. Und der verliert, je höher wir kommen, vollends seine Gestalt. Steine steigen ist angesagt, mal auch eine Leiter hoch oder Halt finden an Ketten und auf Steigeisen. Nein, gefährlich ist das nicht. Aber anstrengend. Wann endlich haben wir den Gipfel erreicht? Der scheint zum Greifen nahe, aber wir sind noch lange nicht oben. Irgendwann ist es dann geschafft.

Die Party kann starten. Viele haben Bier, Sekt oder Wein dabei, warten auf den Sonnenuntergang und steigen bei einsetzender Dunkelheit oder bei voller Dunkelheit wieder ab. Wir haben nur stilles Wasser im Rucksack, wie langweilig, und sind auch vor Sonnenuntergang wieder nach unten. Bei Dunkelheit absteigen, viele bringen Stirnlampen und Torchlights mit, ist nicht ohne Risiko. Wir genießen den Sonnenuntergang auf dem Weg nach unten und freuen uns nach über 150 Minuten Auf- und Abstieg auf ein bis zwei kühle Lager on Tap. So weit so gut.

Die mittelfristigen Folgen des Aufstiegs

Etwa nach einer Woche musste ich mein Joggen am Atlantik wegen Leistenbeschwerden abbrechen. Auch im Sea Point Pool war Brustschwimmen nur noch mit den Armen möglich. Aus der Leiste zogen die Beschwerden in den Oberschenkel bis zum Knie. An Joggen war fortan nicht mehr zu denken. Ich hatte zunehmend Schwierigkeiten, mir die Strümpfe anzuziehen. In Abu Dhabi wurde es besser, ein paar Jogging-Einheiten auf der Corniche waren möglich. Aber auch hier: beschwerdefrei ist ein anderes Gefühl. Es war ein Auf und Ab. Zurück in Deutschland startete ich wieder mit intensiveren Jogging-Einheiten, im Mai 2017 über zwei Wochen jeden zweiten Tag. Das sollte mein finales Urteil sein. Eine Woche vor dem Abflug nach Chicago schlugen die Beschwerden in Schmerzen um. Dementsprechend war der Aufenthalt in den USA auch lauftechnisch ein Reinfall. Ich hatte mich so auf die Jogging-Strecken am Lake Michigan gefreut. Wieder in Deutschland hatte ich das Glück, nach 14 Tagen einen hervorragenden Orthopäden konsultieren zu können. Nach Punktion der Hüfte und Krankengymnastik war ich wieder beschwerdefrei.

Da ahnte ich noch nichts von meinen Leistenproblemen.

TOP 1 – Airbnb in Dubai: Die Krise im Januar / Februar 2017 mit einem glücklichen Ende

Das haben wir so nicht erwartet. Als wir, verliebt in die Hotelanlage Anantara The Palm Dubai, über AirBnB für 28 Tage eine Privatwohnung im Apartment-Haus South Residences buchen, hoffen wir natürlich auf eine tolle Zeit in der Wohnung. Wir werden bitter enttäuscht. Der Vermieter ist nicht vor Ort, die Schlüssel für sein Apartment liegen unter der Fußmatte. Unmittelbar an den Balkon grenzt eine Baustelle, mit deren Einrichtung die Arbeiter beschäftigt sind. Das hat er uns verschwiegen. Als wir nach dem Nachtflug duschen wollen, ist das Wasser nur lauwarm. Aus dem Waschmaschinenraum dringt ein penetranter Geruch, der mal weniger stark, mal stärker ist. Kein Welcome-Schreiben, keine Einweisung in die Wohnung. Die Ersatzbettwäsche hängt noch auf dem Wäscheständer, der mitten im Wohnzimmer steht. Die Wohnung, erst ein paar Jahre alt, ist ziemlich abgewohnt.

Ein Korrespondenz-Marathon beginnt. Mit dem Vermieter und AirBnB. Wir müssen insgesamt an drei von elf Tagen in der Wohnung bleiben, um auf Handwerker zu warten. Es kommen zunächst immer die Handwerker des Apartment-Hauses, dann das externe Home Team für die „Lösung“ des Problems. Zuerst wird der „Heater“ für die Warmwasserversorgung ausgetauscht. Dann der Abfluss der Waschmaschine gereinigt (eher provisorisch, denn die Geruchsbelästigung geht nicht vollständig zurück) und das Verbindungsstück mit Silikon abgedichtet. Wir ziehen jedoch den Stecker. Enough is enough.

Wir treten in einen guten Dialog mit AirBnB ein. Das Team hat volles Verständnis für unseren Wunsch, die Wohnung zu verlassen. In solchen Fällen wird ein Mediationscenter eingeschaltet, das über Fragen der Rückerstattung entscheidet. Neben einer Kompensation für die beiden ersten Tage wird unser Vertrag zum 7. Februar aufgelöst und die verbleibende Summe zurückerstattet. Und was macht unser Vermieter? Knappe Ein-Satz-Antworten, Schweigen, lächerliche Angebote für die Kompensation. Dank AirBnB können wir den „Horror“ nach elf Tagen beenden. Aber wohin, da wir ursprünglich 28 Tage in der Wohnung bleiben wollten?

Der Blick von unserem Balkon.

Das glückliche Ende

Da wir für die ersten Tage in Dubai einen Wagen gemietet haben, fahren wir am 30. Januar nach Abu Dhabi, um das ab dem 24. Februar gebuchte Hotel in der Innenstadt anzuschauen. Gleichzeitig sind wir auch im Jumeirah at Etihad Towers, um die Vermietungsabteilung persönlich kennenzulernen. Denn ursprünglich wollten wir für 30 Tage dorthin, konnten uns aber im Vorfeld nicht auf einen klar formulierten Vertrag einigen. Es überrascht nicht, dass Vor-Ort-Gespräche und Vor-Ort-Besichtigungen von Apartments das Mittel der Wahl sind – so auch bei uns. Ergebnis: Wir buchen für 30 Tage ein tolles Apartment im 14. Stock zu erheblich besseren Konditionen als im Vorfeld diskutiert und stornieren das Innenstadt-Hotel. Als im Einklang mit AirBnB die Entscheidung fällt, aus der Wohnung in Dubai auszuziehen, genügt eine kurze Mail an unsere Kontaktperson im Jumeirah, und wir sind für weitere 16 Nächte dort eingebucht.

 

 

 

 

 

 

 

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