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Tierisches Wochenende

Es ist zur Tradition geworden, dass wir bei längeren Aufenthalten in einer Großstadt die Wochenenden nutzen, um Ausflüge zu machen. Diesmal sind es zwei Übernachtungen in Cowes, 2.400 Einwohner, auf Phillip Island. Die touristische Hauptattraktion auf Phillip Island ist die Pinguin Parade am Summerland Beach, die jeden Abend nach Sonnenuntergang stattfindet. Über 1.000 Zwergpinguine, ein Kilo schwer und bis zu 30 Zentimeter groß, kommen nach ihren Wassertag an Land und watscheln in kleinen Gruppen zu ihren „Unterkünften“  im hügeligen Gelände.

Nein, ich habe nicht heimlich fotografiert. Quelle: Pinguin App.

Nach Sonnenuntergang gilt ein absolutes Fotografierverbot, das von den anwesenden Rangern strikt überwacht wird. Wir buchen auf Empfehlung unseres Host die Tickets online. Nicht gerade ein Schnapper. Für die „penguins plus“-Version, wir sitzen direkt am Pfad zu den Nestern im Gegensatz zur einfachen Version, die nur einen Blick auf die Ankunft der Pinguine am Strand gestattet, zahlen wir 52 Dollar pro Person. Die Basis-Version hätte 26 Dollar pro Person gekostet.

Hier landen die Zwergpinguine.

Und hier eilen sie vorbei.

Mit uns sitzen an diesem Freitagabend knapp 100 Zuschauer auf der kleinen Tribüne. Um 8:40pm landen die ersten Gruppen am Strand, um 8:45 sind sie vor unserer Tribüne, würdigen uns aber keines Blickes. Einige watscheln in Rekordzeit etwa einen Meter entfernt an uns vorbei, andere wiederum schlendern gemütlich in der Gruppe, bleiben stehen, bewegen sich wieder und biegen dann plötzlich rechts und links ab, ganz ohne Google Maps. Die Entfernungen vom Strand bis zu den Unterkünften sind teilweise mehrere hundert Meter, in vielen Fällen bergauf. Eine gewaltige Energieleistung. In ihren Nestern angekommen, geht das kommunikative Geschnatter los. So verharren wir knapp 60 Minuten auf unseren Plätzen, mittlerweile ist es sehr kühl geworden, und genießen die Parade. Ein Ranger erzählt uns, dass die Prozession noch länger als eine Stunde weitergehe, aber ohne Zuschauer. Denn so gegen 10pm schließe die Tribüne. Pinguine sind keine Einzelgänger, in der Gruppe fühlen sie sich sicher.

Beeindruckend. Von Groß bis klein.

Auf Phillip Island leben mehr als 25.000 Pinguine, davon über 2.000 am Summerland Beach. Mehr als 500.000 Besucher pro Jahr schauen sich die Parade an. Gegenwärtig werden die Kapazitäten nohmals vergrößert. Wenn die niedlichen Frackträger wüssten, wie profitabel ihre Parade ist ….

Die Professionalität steigt. Wie auch die Einnahmen. Nach dem Uluru soll die Pinguin Parade die zweitgrößte touristische Attraktion in Australien sein.

Am nächsten Tag verlassen wir Phillip Island für ein paar Stunden und fahren zum Moonlit Sanctuary nach Pearcedale. Hier wollen wir „Aussie Animals“ sehen. Eintritt pro Person: 25 Dollar. Wir werden nicht enttäuscht. Im zehn Hektar großen Park leben 400 Tiere, 60 Arten. Der Park hat eine dreifache Philosophie: einheimische Tiere den Besuchern zeigen, bedrohte Tiere retten und systematisch Nachwuchsförderung betreiben, sprich, in den Breeding Stations für Nachwuchs sorgen.

Die Protagonisten des Parks, den Tasmanischen Teufel sehen wir nicht in seinem Gehege, sind Wombats, Kängurus und Wallabys, ein Emu, zwei Dingos und mehrere Koalas.

WOMBATS

Sind höhlengrabende Pflanzenfresser, die bis zu 40 Kilogramm schwer werden und eine Kopf-Rumpf-Länge bis zu 120 Zentimetern erreichen können. Haben mit 24 die wenigsten Zähne aller Beuteltiere. Wombats sind nachtaktiv, tagsüber ruhen sie in ihren Höhlen. Als Territorium wird der bevorzugte Futterplatz durch Kotmarkierungen abgegrenzt. Sie können über kurze Strecken Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h erreichen, können klettern und schwimmen.

Oh, es gibt Zuschauer vor meiner Tonne.

Trotzdem lege ich mich jetzt hin.

KÄNGURUS und WALLABYS

Pflanzenfresser, die vorwiegend dämmerungs-und nachtaktiv sind. Kängurus erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Dabei nutzen sie nur ihre Hinterbeine. Bei der langsamen Fortbewegung werden auch die Vorderpfoten eingesetzt. Wallabys sind kleinere Arten aus der Familie der Kängurus.

Die Frau in blau hat Futter für mich.

Warum liegt das Futter hinten auf dem Tisch?

Wo gibt es was?

Ich brauche Futter für zwei.

EMUS

Pflanzenfressende Einzelgänger, die bis zu 190 Zentimeter groß und 45 Kilogramm schwer werden können. Emus sind Laufvögel.

Emu – Allein zu Haus.

DINGOS

Verwilderte Haushunde, die hauptsächlich bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang aktiv werden. Generell sind sie Menschen gegenüber scheu, können sich aber auch schnell an Menschen anpassen. Sehr intelligente Tiere. Sie ernähren sich u.a.von Kängurus und Wallabys, Ratten, Gänsen, Possums und Wombats.

Mein Essen krieg ich.

Wir lieben die Minuten mit Kerry.

KOALAS

Pflanzenfresser, die zwischen vier und 14 Kilogramm schwer und bis zu 85 Zentimeter groß werden. Sie haben bräunlich-silbergraues, wolliges Fell. Charakteristische Merkmale sind eine dunkle Nase und große Ohren, woran man erkennt, dass Riechen und Hören in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen. Koalas sind nachtaktiv. Sie leben auf Eukalyptusbäumen, von deren Blättern sie sich ernähren (zwischen 200 – 500 Gramm täglich), und schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag. Sie können stundenlang bequem auf einem Ast sitzen.

Wir wollen nicht gestört werden.

Zurück auf Phillip Island fahren wir ins Koala Conservation Centre. Eintritt pro Person: 13 Dollar. Auf zwei speziellen Boardwalks beobachten wir zehn Koalas. So nah sind wir den Koalas im Moonlit Sanctuary nicht gekommen. Pro Jahr werden vier bis fünf Joeys geboren. Eine Auswilderung der Tiere ist jedoch nicht geplant, da sie außerhalb des Conservation Centre keinen geeigneten Lebensraum haben. Drei Impressionen:

Guten Appetit.

Ich kann nicht nur auf Bäumen schlafen.

Weitere Aktivitäten von uns auf Phillip Island: Besuch der Purple Hen Winery.

oder Fahrt zum Nobbies Centre mit Weitblick auf eine Kolonie von über 20.000 Seelöwen oder Tour zu den Seal Rocks.

Keine Gefahr zu dieser Tageszeit.

Entwarnung – die Schlange ist schüchtern.

Blick aus dem Nobbies Centre. Hinten links die Seal Rocks.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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