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Tagsüber im Museum

Trotz Sonne habe ich mich kurz vor Weihnachten für den Besuch von drei Museen entschieden. An einem Tag. Begonnen habe ich mit dem Bo-Kaap Museum in der Wale Street. Dann folgte die Slave Lodge Ecke Wale Street / Adderley Street und nach dem Lunch das South African Jewish Museum in der Hatfield Street. Es war eine beeindruckende Reise in die südafrikanische Geschichte.

Das Bo-Kaap Museum wurde 1978 eröffnet. Es ist sehr klein, hat nur vier Räume. Drei Räume sind der lokalen islamischen Kultur und der gesellschaftspolitischen Entwicklung der muslimischen Gemeinde gewidmet. Im vierten Raum läuft ein Video mit Testimonials. Jenseits des Innenhofes führt eine Treppe zum Exposition Centre. Gegenwärtig sind Fotos von südafrikanischen Fotografen ausgestellt, die die Zeit zwischen 1985 und 1990 dokumentieren. Sehr interessant. Der Eintritt kostet 20 Rand.

Im Vergleich zum farbigen Bo-Kaap ist die Außenfassade des Museums schmucklos

Die Geschichte des Islam im Bo-Kaap auf einem Poster

Ein Foto aus der Ausstellung, das Geschichte gemacht hat: Nelson Mandela am 11. Februar 1990 auf dem Balkon der City Hall

Die Slave Lodge,1998 wieder so benannt, ist eines der ältesten Gebäude in Kapstadt. Heute ist sie nicht nur Ort für eine „normale“ Ausstellung über Geschichte und Schicksal der Sklaven am Kap. Sie erlaubt vielmehr eine intensive Reise in die Vergangenheit Südafrikas, eine Reise, die fasziniert, berührt und nachdenklich macht. Besonders gelungen ist die Synthese zwischen Geschichte der Skalven und Geschichte der Slave Lodge. Die Lodge diente als Unterkunft für alle Sklaven, die die Niederländische Ostindische Handelsgesellschaft (VOC) als billige Arbeitskräfte nach Kapstadt holte. Eine tolle Ausstellung zum Freiheitskampf des ANC während der Apartheid macht den Besuch der Slave Lodge nicht nur lohnend, sondern zu einem MUST DO. Zwei Stunden Besuchszeit sind knapp bemessen. Der Eintritt kostet 30 Rand.

Blick auf die Slave Lodge vom Church Square

Der Anfang

Das Ende

Please remember!

Die Rolle der Musik im Freiheitskampf

Das South African Jewish Museum mit Synagoge, Restaurant, Shop und Bücherei liegt etwa zehn Minuten von der Slave Lodge entfernt. Es erzählt in beeindruckender Weise die Geschichte der jüdischen Gemeinden am Kap. Selbstverständlich habe ich auch das dem Museum angeschlossene Holocaust Centre besucht. Vergangenheit wird in Tondokumenten und Bildern wieder lebendig. So aufbereitet habe ich den Holocaust noch nie gesehen.

Mit diesem Zitat verlässt der Besucher die Ausstellung

Das Museum wurde im Jahr 2000 von Nelson Mandela in Anwesenheit von Helen Suzman eröffnet. Es ist modern, informativ und großzügig. Wie in der Slave Lodge ist es eine intensive Reise in die Geschichte einer Bevölkerungsgruppe am Kap. Nachgebaut einige Häuser eines kleinen Dorfes der jüdischen Gemeinde aus Litauen. Beeindruckend der Eingang durch die alte Synagoge und die „Schiffsbrücke“ zum Museum. So kamen die Einwanderer an Land. Für den Gesamtkomplex sind zwei Stunden Besuchszeit wiederum knapp bemessen. Der Eintritt kostet 50 Rand. Im Übrigen ist für den Einlass Personalausweis oder Reisepass erforderlich. Die Sicherheitskontrolle findet mit Metalldetektoren statt.

Blick vom Restaurant auf das Museum

Die „Schiffsbrücke“ ins Museum

Die imposante Treppe zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss

Erinnerungen: The Shtetl

Exit

Ja, der Tag war anstrengend. Der Besuch der Museen läßt sich natürlich auch mit anderen Aktivitäten verbinden. Spaziergang durch das Bo-Kaap mit dem Abstecher Bo-Kaap Museum, Besuch des Greenmarket Square und der Groote Kerk mit dem Abstecher Slave Lodge oder Spaziergang durch den Company´s Garden mit dem Abstecher South African Jewish Museum. Neben der Natur: Es ist auch diese Verbindung von Geschichte und Gegenwart, die Kapstadt so einzigartig macht.

 

 

 

 

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