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Sydney – The Coat Hanger

Die Sydney Harbour Bridge. Sie ist eine der bekanntesten Brücken der Welt. Mit einer Spannweite von 503 Metern und einer Scheitelhöhe von 134 Metern. Vom Lift Kirribilli bis zum Lift The Rocks, ein wunderbarer Spaziergang in 52 Meter Höhe, sind es 1.6 Kilometer.

Unser Startpunkt in Kirribilli für den Brückenspaziergang.

Der Endpunkt in The Rocks.

Die Aussicht ist fantastisch. Unter uns das tief blaue Wasser, Dutzende von gelb-grünen Fähren und das architektonisch glanzvolle Wahrzeichen von Sydney, die Oper. Neben uns der stark befahrene Highway und die Gleise für die Züge und über uns die gewaltige Stahlkonstruktion der Brücke. Auf der westlichen Seite der Brücke gibt es auch noch einen Fahrradweg.

Der Blick von der Brücke auf das Opernhaus.

Mit den Pfeilern beginnt die eigentliche Brücke.

39.000 Tonnen Stahl wurden für den Brückenbogen verbaut.

Eröffnet am 19. März 1932, ist die Sydney Harbour Bridge, im Volksmund „Coat Hanger genannt“, neben dem Harbour Tunnel die Hauptverbindung zwischen North Sydney und der Innenstadt. Mit dem Zug über die Brücke sind es nur drei Stationen von Milsons Point in Kirribilli bis Central. Für uns die schnellste und preiswerteste Verbindung in den CBD (Central Business District). Bequemer, aber doppelt so teuer, ist die Fahrt mit der Fähre zum Central Quay. Der Anleger liegt nur 50 Meter von unserem Apartment entfernt, Milsons Point Station ca. 800 Meter.

Der Fußgängerweg, 52 Meter über dem Wasserspiegel.

Mit ihrer Breite von 50 Metern hat es die Harbour Bridge ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft.

Die Harbour Bridge ist imposant breit, 50 Meter. Sie gilt im Guinness-Buch der Rekorde als „Breiteste Brücke der Welt mit langer Spannweite“. Die beiden granitverkleideten Pfeiler, der südliche dient als Aussichtsplattform und Museum, ragen 89 Meter über den Wasserspiegel und sind für Lichtprojektionen bei besonderen Anlässen, zum Beispiel Silvester, hervorragend geeignet. Schon damals (1924 – 1932) wurden Kostenschätzungen für öffentliche Bauprojekte in der Endabrechnung um mehr als das 2,5-fache übertroffen.

Der Blick vom Circular Quay auf eine ankommende Fähre.

Die Fähre kommt von Pyrmont Bay, und biegt hinter der Harbour Bridge rechts zum Circular Quay ab.

Noch ein paar interessante Fakten zur Harbour Bridge.

Der Anstrich der Brücke ist eine Lebensaufgabe, da er normalerweise zehn Jahre dauert und nach zehn Jahren wieder neu begonnen werden muss. Für die 485.000 Quadratmeter Stahl werden 30.000 Liter Farbe benötigt. Die Anbringung der Farbe erfolgt heute mit Spritzpistolen, die Pinsel aus der Vergangenheit sind im Ruhestand. Insgesamt wurden 52.800 Tonnen Stahl verbaut, davon 39.000 Tonnen für den Bogen.

Eine freundliche Asiatin animiert uns zum Bridge Climb.

Als wir den südlichen Pfeiler erreichen, sehe ich über mir Menschen auf dem Brückenbogen. Projekt: Bridge Climb. Vier Millionen Freiwillige waren seit dem 1. Oktober 1998 ganz oben. Zu unterschiedlichen Tageszeiten (auch nachts), bei exorbitant hohen Preisen zwischen 263 und 403 Dollar. Ich hätte für eine normale Tagestour, die 3.5 Stunden dauert, 303 Dollar gezahlt. Maximal 14 Personen gehen in einer Gruppe und müssen 1.322 Stufen bewältigen. Alle sind mit Gurten gesichert und dürfen keine beweglichen Sachen mit sich führen. Heißt, Smartphones et. al. müssen im Locker bleiben.

Die kleinen Punkte auf dem Brückenbogen …

… sind Menschen.

Auf dem Weg …

… in die Höhe.

Ich habe Tage mit mir gerungen, ob ich mir dieses Abenteuer gönnen soll. Das Ergebnis: Ich habe es nicht gemacht, und zwar aus zwei Gründen: Aussicht und Kosten. Vom Fußgängerweg ist die Aussicht grandios. Ebenso von der Aussichtplattform des südlichen Pfeilers, Eintritt: 15 Dollar. Warum also nochmals 45 Meter höher steigen? Wegen des außergewöhnlichen Ereignisses, einmal im Leben ganz oben auf der Harbour Bridge zu stehen? Anders als Silvester im Opera House steht der Bridge Climb nicht auf meiner Bucket List.  Zum anderen die Kosten. 303 Dollar Eintritt und, nolens volens, die Fotos des Brückenfotografen für knapp 100 Dollar, also fast 250 Euro für ca. 200 Minuten. Vielen Menschen ist es das wert, sie sollen sich an diesen grandiosen Moment gerne immer wieder erinnern. Ich entscheide mich dagegen, nicht, weil ich Höhenangst habe, sondern weil mir andere Reise-Momente wichtiger sind.

Ein wunderschönes Schwimmbad, das in die Jahre gekommen ist.

Zur Vorbereitung des Bridge Climb werden die Teilnehmer kurz auf Fitness und Alkohol getestet, bevor sie auf den äußeren Bogen, Seite Opera House, steigen. Sie gehen mit dem Guide bis zur Flaggen-Spitze, „feiern“ oben in der Gruppe den Erfolg inklusive Gruppenfoto und Einzelfotos, überqueren dann die Fahrbahnen bis zum äußeren Bogen, Seite Darling Habour, und beginnen den Rückweg.

Auf der Fähre nach Hause.

Die Harbour Bridge spielt Silvester eine zentrale Rolle beim Feuerwerk. Lesen Sie dazu den nächsten Blog-Beitrag.

 

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