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Spaziergang durch Punda

Punda, „De Punt“, ist der lebhafteste Stadtteil in Willemstad. Zwischen Breedestraat und Waaigat liegt das touristische Gastronomieviertel mit Dutzenden von Restaurants und Bars. Eine, vielleicht d i e Attraktion von Willemstad, der Floating Market, fehlt seit Januar. Venezuela ist pleite, liefert keine landwirtschaftlichen Produkte mehr. Ein paar Verkaufsstände mit Souvenirs haben sich gegenüber vom Zoll niedergelassen. Die festen Plätze für den früheren Floating Market sind verwaist.

Das Herz von Willemstad hat aufgehört zu schlagen.

Wir verlassen Otrobanda und betreten die einzige Pontonbrücke der Karibik. Von der „anderen Seite“ sind es zwei Minuten bis zum touristischen Kern von Willemstad. Bis zum Fort Amsterdam, heute Sitz der Regierung, und bis zur berühmtesten Straße in der Karibik.

Fort Amsterdam …

… mit der Fort Kerk.

Die Handelskade an der Sint Anna Baai mit ihren farbigen Häusern aus dem 18. Jahrhundert ist das Fotomotiv schlechthin. In Punda trifft Vergangenheit Gegenwart. Einer der ersten holländischen Gouverneure auf Curacao verfügte, das Häuser farbig gestrichen werden müssen, da weiße Häuser die Sonne reflektieren und so Kopfschmerzen und Augenentzündungen verursachen würden. Was wäre Willemstad heute ohne dieses farbige Dekret?

15 Häuser als Postkartenmotiv.

Meine vier Favoriten:

Bankrott. Die Bank hat geschlossen.

Einzelhandel im EG. Die oberen Geschosse sehen unbewohnt aus.

Schmuck, Uhren und Juwelen dominieren heute die Handelskade.

Das schönste Haus. Penha ist Fachgeschäft für Parfümerie und Kosmetik.

Die Handelskade ist wie früher eine Verkaufsstraße. Nur heute sind Souvenir-, Schmuck- und Stoffgeschäfte tonangebend. Zu 90 Prozent Business. Oberhalb des Wiener Biergartens sind auch Wohnungen zu vermieten.

Angeblich sind die Wohnungen schwierig zu vermieten.

Im touristischen Mittelpunkt von Punda der Wilhelminaplatz. Nicht wegen der Statue der früheren holländischen Königin wird er besucht, sondern wegen zwölf überdimensionaler Buchstaben, mal fünf, mal sieben. Das Lieblingswort auf allen drei ABC-Inseln ist DUSHI. Bedeutet „süß“, „gut“, liebenswert“. Es ist das zweitliebste Fotomotiv der Touristen.

Nummer eins hat sieben Buchstaben und ist in Blau-gelb gehalten: CURACAO. Eigentlich ist es fast unmöglich, beide Motive ohne fremde Menschen aufs Bild zu bekommen. Nervig, wie manche Touristen sich minutenlang präsentieren.

Unmittelbar in der Nachbarschaft „The Waterfront Archives“, vier Restaurants direkt am Wasser, das spektakulär an die Felsen schlägt. Eigentlich eine romantische Kulisse für Fine Dining. Unsere Erfahrungen weisen allerdings in die andere Richtung. Preis-Leistungsverhältnis stimmt überhaupt nicht.

Optisch sehen alle vier Restaurants gut aus. Vor allem die Lage direkt am Wasser ist grandios. Preise hoch, Qualität befriedigend.

Am Waaigat liegt auch der Zentralmarkt. Nicht aufregend. Der Kultmarkt „Plasa Bieu“ ist momentan geschlossen. Hier starten die Busse Richtung Süden. Busse Richtung Norden fahren in Otrobanda ab.

Straßenkunst in Punda.

Jeden Donnerstag Abend sind in Punda die „Thursday Vibes“. Events überall im Viertel. Und ein kurzes Feuerwerk. Feiern ja, wohnen nein. Punda auf den Punkt gebracht.

Abends ist die Atmosphäre noch schöner.

 

 

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