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Pro Kapstadt – 87 Empfehlungen Heute: 21 – 33

87 Tage Kapstadt. 44 Blog-Beiträge. Es war eine tolle Zeit. Die zweite Weltrentner-Station ist nun vorbei. Als Best Ager habe ich für Sie 87 Empfehlungen zusammengestellt, damit auch Sie Kapstadt in ihr Herz schließen. Die wichtigste Empfehlung: Lassen Sie sich Zeit. Denn Sie werden wiederkommen.

 

21. Informieren Sie sich über Events aller Art bei Computicket und Webtickets.

Über beide Online Plattformen können Sie Tickets kaufen. Ich hatte primär Interesse an Musik-Events. Beide Plattformen haben allerdings unterschiedliche Musik-Events im Programm. So lassen sich die Kirstenbosch Summer Concerts nur über Webtickets buchen. Ich habe es allerdings vorgezogen, da ich keine südafrikanische Kreditkarte habe, persönlich die Tickets zu kaufen. Beim Supermarkt Checkers in Sea Point die Tickets über Computicket und beim Supermarkt Pick n´Pay in Sea Point die Tickets über Webtickets. Easy.

Neujahrskonzert in der City Hall

Picnic Concert im Green Point Track

22. Lieben Sie Jazz. Dann müssen Sie ins Crypt und ins Harveys.

Das Crypt ist ein Jazzlokal in der Krypta der St.Georges Kathedrale. Bietet ein sehr abwechslungsreiches Jazzlive-Programm mit vorwiegend afrikanischen Künstlern. Ist gleichzeitig auch Restaurant. Die Qualität der Musik ist in der Regel höher als die Qualität des Essens. Ein Kellner entpuppt sich am Ende des Abends als talentierter Opernsänger. Eine Überraschung für viele Besucher.

Das Programm in unserem ersten Monat

Unter den Bäumen der Eingang zum Crypt

The Crypt

Der Jazz-Frühschoppen sonntags im Harveys / Winchester Mansions ist eine Institution. Im wunderschönen Innenhof des Hotels spielen die Künstler, und die Besucher genießen den leckeren Brunch mit der Sunday Times als geistige Nahrung on top. Die Außenterrasse des Harveys ist abends zum Sundowner ein wunderbarer Platz. Die Snacks sind hervorragend und preiswert.

23. Lieben Sie Open Air. Dann müssen Sie nach Kirstenbosch und Stellenbosch.

Die Kirstenbosch Summer Concerts finden jeden Sonntag vom 20. Novemebr 2016 bis zum 02. April 2017 statt. Es ist ein Genuß, auf der großen Wiese vor der Bühne die Picknick-Decke auszubreiten und den Picknick-Korb zu öffnen. Die Vorstellungen, von Pop bis Klassik, haben den Zeitrahmen von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Wir waren dort auf einem Konzert von Zonke Dikana, einer südafrikanischen Afrosoul-Ikone. Ein unvergesslicher Nachmittag inmitten von begeisterten Fans. Vor mehr als 17 Jahen habe ich Miriam Makeba in Kirstenbosch erlebt. Seit dieser Zeit bin ich ein Fan von ihrer Musik.

Blick ins „Auditorium“

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „Klassik und Afrosoul“ vom 9. Januar 2017

Stellenbosch hat zwei bekannte Open Air Locations. Auf dem Weingut Spier, ein über 1.000 Besucher fassendes Amphitheater und das Oude Libertas Amphitheater, etwa halb so groß ist wie sein „Bruder“ bei Spier. Wir waren im Oude Libertas bei den African Angels. Eine tolle Atmosphäre.

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „African Angels“ vom 2. Dezember 2016

Engel in Aktion

24. Lieben Sie Klassik. Dann müssen Sie in die City Hall und ins Artscape.

Das Cape Town Philharmonic Orchestra ist der Platzhirsch. Ein großartiges Orchester. Ebenso gut der Chor der Kapstädter Oper. Die beiden Spielstätten für klassische Musik sind das Artscape am Civic Centre und die City Hall an der Grand Parade. Das Artscape ist sehr modern mit verschiedenen Sälen für kleine und große Aufführungen. Der große Saal in der City Hall hat mich von der Akustik nicht überzeugt. Beethoven´s Neunte war in Teilen eine Klangwolke ohne Differenzierung. Das Neujahrskonzert mit „leichterer“ Musik war schon bessr für diesen Konzertsaal geeignet. Das Artscape hat nebenan ein gutes Restaurant, das von vielen Besuchern vor der Aufführung für Essen und Trinken genutzt wird. Hat die Aufführung begonnen, schließt das Restaurant. Die Pausenpreise in beiden Locations sind sehr moderat. So kostet in der City Hall ein Glas Bubbly 35 Rand, ein Glas Wein 25 Rand. Wechselkurs: 14 Rand für einen EUR.

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „Freude schöner Götterfunken“ vom 20. November 2016

Home of …

In voller Pracht

Blick auf die City Hall

25. Wenn Sie über Weihnachten in Kapstadt sind – Gehen Sie zu den Christmas Carols nach Kirstenbosch und ins Bishops College Chapel nach Rondebosch.

Alle Jahre wieder laufen diese emotionalen Veranstaltungen. Termine über Computicket / Webtickets. Wir waren in Rondebosch. Beim Christmas Concert unter der Leitung von Richard Cock. Besonders eindrucksvoll war ein Song aus der zweiten Hälfte: Silent Night. Solist und Chor sangen vier Strophen in vier Sprachen. Deutsch, Afrikaans, Xhosa und Englisch. Da kamen weihnachtliche Gefühle auf. Weitere Höhepunkte waren O Holy Night, Santa is coming to town und Feliz Navidad. Auch die Zuschauer mussten aktiv werden. Im Programm-Vierseiter waren sechs Stücke mit Text abgedruckt, die ausdrücklich das Publikum mit einbezogen. Einfach ein wunderbarer Abend.

Vom Ambiente etwas schmucklos. Aber wir sind ja auch wegen der Musik gekommen

26. Besuchen Sie trotz Sonne und Outdoor-Fokus Kapstädter Museen.

Kapstadt bietet zum Thema Museen Erstaunliches. Viele Museen sind unter dem Brand „Iziko“ zusammengefasst. Die Themenbereiche: Social History, Art und Natural History. Die wichtigsten Museen und Ausstellungen im Überblick:

Social History: Slave Lodge – Bo-Kaap Museum – Groot Constantia – William Fehr Collection at Castle of Good Hope – Bertram House – Rust en Vreugd – Maritime Centre / Waterfront – Koopmans-de Wet House

Art: South African National Gallery / Company´s Garden

Natural History: South African Museum – Planetarium / Company´s Garden

Iziko´s Auftrag ist die Bildung (www.iziko.org.za). Neben dem kostengünstigen Besuch der Museen, an zehn Tagen im Jahr zu den großen nationalen Feiertagen auch mit freiem Eintritt, bietet Iziko auch Bildungsprogramme an, wie zum Beispiel ein mobiles „Museum without Walls“.

South African National Gallery

27. Lernen Sie im District Six Museum eine der Sünden der Apartheid kennen.

Das District Six Museum (www.districtsix.co.za) war diesmal nicht auf meiner Agenda, aber vor zwei Jahren war ich dort. Sehr lohnenswert. Der Besuch des Museums ist eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit. Detailgetreu wird der Besucher in die Geschichte der Vertreibung der Bewohner des District Six und der Umsiedlung in die Cape Flats eingeführt. In der Mitte des Museums befindet sich eine knapp vier mal sechs Meter große Karte des District Six, auf der alle Straßen und Häuser eingezeichnet sind. Das Museum wurde 1994 eröffnet und liegt in der Buitenkant Street 25a.

28. Verbinden Sie einen Besuch des Bo-Kaap mit dem Museum Bo-Kaap.

Verbinden Sie den Besuch des Museums mit dem Besuch des Bo-Kaap. Das historische Viertel der Muslime wird durch bunte pastellfarbene Häuser geprägt. Das Wohnviertel entstand im späten 18. Jahrhundert und war Heimat der Kapmalayen (Inder, Ceylonesen, Indonesier).

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „Tagsüber im Museum“ vom 7. Januar 2017

Wohnen mit Farbe

Information ohne Farbe: Das Museum Bo-Kaap

29. Informieren Sie sich im Jüdischen Museum über die Entwicklung der jüdischen Gemeinden in Südafrika.

Das jüdische Museum erzählt in beeindruckender Weise die 150-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinden in Südafrika. Es war so spannend, dass ich jegliches Zeitgefühl verloren habe.

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „Tagsüber im Museum“ vom 7. Januar 2017

Eröffnet durch Nelson Mandela

30. Bringen Sie für die Slave Lodge genügend Zeit mit.

Was ich zum Jüdischen Museum gesagt habe, gilt in gleicher Weise für die Slave Lodge. Einmalig spannend. Von den Anfängen der Sklavenbewegung bis zur Sklavenbefreiung. Geschichte, sehr anschaulich dargestellt. Zudem gab es eine Ausstellung über die Apartheid in Südafrika. Für mich ist die Slave Lodge, 1998 wieder so benannt, ein Höhepunkt auf der historischen Kapstadt-Agenda.

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „Tagsüber im Museum“ vom 7. Januar 2017

Blick in den Saal über die Herkunftsländer der Sklaven

31. Nehmen Sie an einer Parlamentsführung teil.

Sie ist in der Planung unkompliziert und in der Ausführung informativ: eine Führung durch das südafrikanische Parlament. Mit dem obligatorischen Foto am Mandela-Denkmal. Der Besucher erhält eine DVD mit allen Fotos. Nur eigene Fotos sind nicht erlaubt. Fotografieren im Innern verboten.

Lesen Sie auch meinen Blog-Beitrag „Politische Bühnen“ vom 17. Januar 2017

Das obligatorische Foto 

32. Fahren Sie defensiv.

Sie fahren nicht nur auf der linken Seite, sondern treffen im Verkehr auf selbstbewusste, zum Teil wenig Rücksicht nehmende Mini-Busse, Taxis und Sportwagen. Vor allem die Toyota Mini-Busse, die Taxis für die schwarze Bevölkerung, halten spontan und fahren so auch wieder an. Nach wenigen Tagen fahren Sie aber sicher durch Kapstadt. Bleiben Sie, wenn möglich, in ihrer Spur, denn hier wird links und rechts überholt. Vor allem auf der Autobahn. Ja, auch wenn Sie auf der linken Spur fahren, ich bin schon auf dem „Standstreifen“ überholt worden. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden in der Regel nicht eingehalten, obwohl zunehmend mehr Blitzer an den Straßen stehen und auch mobile Radarkontrollen zugenommen haben. Vielleicht haben Sie am Anfang Schwierigkeiten, einzuparken. Es ist ungewohnt, rechts über die Schulter zu schauen. Aber dafür gibt es ja die „Einweiser“. Mir ist im Übrigen die optimale Parkposition nie gelungen.

33. Achten Sie auf Fußgänger.

Entgegen anderslautenden Berichten gibt es in Kapstadt Ampeln. Mit den uns bekannten Farben. Nur, wen stört es, wenn bei Grün die Autos fahren und die Ampel für die Fußgänger rot leuchtet? Niemanden. Hauptsache es kommt kein Auto. Egal, was die Ampel zeigt. Selbst wenn die Polizei daneben steht oder parkt. Woran erkennt man in Kapstadt einen Ausländer? Das ist der, der sich an Regeln hält und bei Rot die Straße nicht überquert. Aber auch Vorsicht allgemein. Fußgänger überqueren Straßen an allen nur möglich Punkten. Konnte man uns nach drei Monaten als Ausländer erkennen? Ich denke nein. Man passt sich an.

 

 

 

 

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