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Politische Bühnen

Es war unkompliziert. Anfrage per Mail, Antwort kam innnerhalb von drei Stunden. Name, Nachname und Reisepass-ID per Mail und Bestätigung der Teilnahme an der Parlamentstour kam wiederum innerhalb eines halben Tages. Die Tour dauert 45 Minuten und umfasst National Assembly, National Council of Provinces und Old Assembly Chamber.

Blick aus dem Company´s Garden auf das Parlament

Direkt zu Beginn erhalten wir eine DVD mit Aufnahmen aller drei Säle. Fotografieren in den Sälen strengstens verboten. „These are the house rules“, antwortet der Tour Guide und lächelt dabei. Nun gut, Innenaufnahmen gibt es deshalb heute nicht.

Fotos sind im Außenbereich erlaubt. Der Tour Guide bietet sich bei Nelson Mandela als Fotograf an

Wir beginnen mit dem Plenarsaal, der National Assembly. Hier sitzen, streiten und schlagen (wer kennt sie nicht, die „Wildwest-Szenen“ im südafrikanischen Parlament immer mit Beteiligung der EFF) 400 gewählte Volksvertreter aus 13 Parteien. Die drei stärksten sind der African National Congress (ANC) mit 249, die Democratic Alliance (DA) mit 89 und die Economic Freedom Fighters (EFF) mit 25 Abgeordneten.

Queen Victoria

Vorbei an der zentralen Bar des Hauses, es gibt fünf Restaurants, erreichen wir die Old Assembly Chamber, zu Apartheid-Zeiten der Plenarsaal der regierenden National Partei. Heute ist dieser Ort ein historisches Dokument, wird in der Gegenwart belebt durch Fraktionssitzungen des ANC, Ausschusssitzungen oder Veranstaltungen wie das Jugendparlament. Wer will, kann auf der „Verwoerd-Bank“ Platz nehmen. Hendrik Verwoerd war einer der Architekten der Apartheid und am 6. September 1966 Premierminister. Während einer Sitzung näherte sich ein Saaldiener mit Dokumenten, nicht Ungewöhnliches. An diesem Tag war es jedoch anders. Der Saaldiener, Dimitri Tsafendas, hatte das Messer im Stapel der Dokumente und tötete Verwoerd mit mehreren Stichen. Es ist fast alles wie damals, nur der Teppich mit der Blutlache wurde ersetzt.

Die dritte Kammer ist das Parlament der Provinzen, das National Council of Provinces. Es besteht aus 90 Delegierten, die von neun Provinzen nach Kapstadt geschickt werden.

Mandela ohne Begleitschutz

Das südafrikanische Parlament wurde 1884 im georgianischen und viktorianischen Stil erbaut und immer wieder erweitert. Kapstadt ist seit 1910 Sitz des Parlaments, das ganzjährig tagt. Am 9. Februar wird die feierliche Eröffnung für 2017 sein.

Die Teilnahme an Sitzungen der National Assembly und des National Council of Provinces ist für die Öffemtlichkeit möglich. Bei Auftritten des Präsidenten ist es jedoch nahezu unmöglich, ein Besucherticket zu bekommen. Die Tickets werden an die vielen Zuma-Supporter-Gruppen vergeben. Ich habe es einmal versucht, ohne Erfolg. Nach einer Stunde inmitten der singenden und tanzenden, vorwiegend weiblichen Unterstützer gab ich auf.

Momentaufnahme. Es wurde nicht weniger

Nadelöhr. Warten auf die Öffnung einer 80 cm breiten Tür

Die Supporter bringen Farbe ins Spiel

Bitte nicht fragen WARUM?

Die nächste Gruppe wartet

 

 

 

 

 

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