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Moorea als Vorspeise

Nach zwei Tagen in Punaauia fahren wir mit der Fähre nach Moorea. Im Fährterminal deponieren wir unsere Koffer in einer Gepäckbox. Die Fähre der Gesellschaft Terevau ist pünktlich und sauber. Auf Wiedersehen Tahiti, in fünf Tagen sind wir wieder zurück. Für die 30minütige Überfahrt zahlen wir 17 Euro pro Person. Die Tickets buchen wir schon in Deutschland, was aber nicht erforderlich ist. Aber wir Deutsche sind ja gerne auf der sicheren Seite. Am Fährterminal in Moorea holt uns Maryse ab. Bei ihr und ihrem Mann Alain sind wir die nächsten fünf Nächte. Airbnb.

Wir verlassen Tahiti.

Blick aus unserem Schlafzimmer auf Lagune und Ozean.

Moorea ist die kleine Schwester von Tahiti. Die Rundstrecke um die Insel ist 60 Kilometer lang. Maryse hilft uns bei der Buchung eines Mietwagens für zwei Tage. Pro Tag fahren wir einmal um die Insel. An den restlichen Tagen relaxen wir im Haus, machen einen halbtägigen Ausflug in das Inselinnere oder lassen uns vom Shuttle Service des Moorea Beach Cafes für Lunch und Dinner abholen und wieder zurückbringen.

Auch auf Moorea gilt die „polynesische Regel“: Ohne Mietwagen verloren. Maryse und Alain wohnen sehr schön an einem Berghang, etwa 100 Meter von der Ringstraße entfernt. Insofern ein Fortschritt zu Tahiti. However: Der nächste Supermarkt ist knapp einen Kilometer entfernt. Den schaffe ich zu Fuß. Aber das „Zentrum“ von Moorea mit dem Beach Cafe ist ca. zwei Kilometer entfernt. Mal kurz auf einen Maitai ist nicht. So verbringen wir die ersten beiden Tage, deja vue, vorwiegend mit Blick auf die wunderschöne Lagune.

Entschleunigung wird zum Wort des Monats.

Wir hätten es auch schlechter treffen können. Tag 2 machen wir den geführten halbtägigen Ausflug mit Albert Tours. Albert, der Namensgeber, ist vor 30 Jahren aus der Schweiz ausgewandert, hat auf Moorea geheiratet und zwölf Kinder gezeugt. Ein Mitarbeiter erzählt mir, dass Albert mit dem Verleih eines Scooters begonnen hat. Heute ist Albert Tours die Institution auf der Insel. Seine Söhne führen das Unternehmen sehr erfolgreich.

Die Highlights liegen im Norden der Insel.

Auf der knapp vierstündigen Tour im Norden der Insel machen wir sieben Stopps, davon drei für Verkaufsveranstaltungen: Marmelade, Alkohol, Perlen. Die restlichen vier sind: Magic Mountain, Belvedere, Marae Titiroa und ein Ananasfeld. Eine insgesamt bescheidene Performance. Aber das ist das „Gesetz“ der organisierten Ausflüge für Touristen.

Blick vom Magic Mountain.

Der Weg zum Magic Mountain. Oben können maximal vier SUVs parken.

Blick vom Belvedere Lookout auf Opunohu Bay und Cook´s Bay. Der Mount Rotui will seine Spitze nicht zeigen.

Dress code für den Bräutigam?

Die Marae Titiroa.

Das Vorzeige-Mini-Ananasfeld.

Tasting. Hochprozentiges mit und ohne Ananas.

Am dritten und vierten Tag fahren wir um die Insel. Wir besuchen nochmals den Belvedere Viewpoint, der Magic Mountain ist nur mit SUV befahrbar, nutzen unsere Flexibilität, um die 60 Kilometer in Fotostopps einzuteilen. Sehr positiv ist die Fahrradspur, die sich allerdings mit Lücken um die Insel zieht. Aufgrund der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit habe ich am zweiten Tag meine Idee verworfen, die Insel mit dem Fahrrad zu umrunden. Im Nachhinein glaube ich, dass ich mit viel Sonnencreme, Kopfbedeckung  und Wasser die Tour geschafft hätte. Warum fehlt dem 65-jährigen Weltrentner in bestimmten Situationen der Mut zur Herausforderung? Dreißig Jahre früher wäre ich einfach losgefahren.

Moorea ist eine sehr angenehme Insel. Die Musik spielt im Osten und Norden. Hier liegen auch die großen Hotels wie Sofitel, Hilton und InterContinental. Allerdings ist nach Einbruch der Dunkelheit, Sonnenuntergang ist kurz nach 6pm, auf Moorea der berühmte Hund begraben. Wir relaxen bei Maryse und Alain, genießen Baguette, Käse und Rotwein, a la francaise, und gehen früh ins Bett. Polynesische Entschleunigung. Morgens ist ab 6am die Suche nach Walen angesagt. Am ersten Tag haben wir von unserem Schlafzimmerfenster auch Wale gesehen. An den anderen Tagen waren sie leider im Urlaub.

Insel-Idylle.

Die Kreuzfahrer sind da.

Der Strand von Taahiamanu.

Moorea hat nur zwei große öffentliche Strände: Temae in der Nähe des Flugplatzes und Taahiamanu in der Nähe des Hilton. Ich bevorzuge den Plage Taahiamanu. Schöne Lage an der Opunohu Bucht, Schatten, Bänke. Die anderen weißen Strände sind privat, liegen in den Hotelresorts. Die fünf Tage auf Moorea sind ein wunderbarer Auftakt für unseren Hauptgang: Bora Bora.

 

Die Daten zu Moorea

Inselgruppe: Über dem Winde, das heißt Moorea gehört zur Gruppe der dem Wind zugewandten östlichen Inseln.

Einwohner: 17.000

Größe: 133 Quadratkilometer

Entfernung Moorea – Papeete: 27 Kilometer

Fahrzeit mit der Fähre von Papeete: 30 Minuten

 

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