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Miradouros in Lissabon – Meine TOP 10

Sie liegen über Lissabon verteilt. Auf Dächern von Kirchen, auf Rooftops von Hotels, auf öffentlichen Plätzen. Sie sind beliebt und begehrt. Zum Teil mühsam, zum Teil bequem zu erreichen. Die einen kostenlos, die anderen kostenpflichtig. Die Rede ist von den Miradouros, den Aussichtspunkten. Hier liegt Lissabon dem Betrachter zu Füßen. Ich habe über ein Dutzend solcher Miradouros besucht und zehn in meine TOP-Liste aufgenommen. Hier sind sie.

Platz 10:            Panteao Nacional

Beeindruckend von außen …

… und innen.

Die Dachterrasse für den Rundumblick.

Als Barockkirche der heiligen Engracia im 17. Jahrhundert gebaut und erst im 20. Jahrhundert vollendet, wurde das imposante Bauwerk 1966, während der Diktatur unter Salazar, nationale Grabstätte für verdiente portugiesische Persönlichkeiten. Zu diesen gehören, natürlich neben den Helden der portugiesischen Geschichte wie Vasco da Gama, Staatspräsidenten, Schriftsteller und Künstler. Im Panteao Nacional findet auch Amalia Rodrigues, die legendäre Fado-Sängerin, ihre letzte Ruhe. Und ein Mann, der als „Schwarzer Panther“ bei der Fußball-WM 1966 Totschützenkönig wurde, und von 1960 bis 1975 für Benfica Lissabon auflief: Eusebio da Silva Ferreira. Eusebio starb 2014.

Erinnerung an die WM 1966.

Der Eintritt ins Pantheon kostet 4,00 EUR. An der Kasse wird jeder Besucher auf die Terrasse hingewiesen. 181 Stufen bis zum Aussichtspunkt. Unter uns der größte Flohmarkt von Lissabon, der Feira da Ladra.

Blick auf einen kleinen Teil des Flohmarktes.

Ich bin vom Rundumblick angetan, aber nicht beeindruckt. Eine weitere Kirche hat es nicht in die TOP 10 geschafft: die Basilica da Estrela. Eindrucksvolle Terrasse und Basilika, aber als Miradouro nur bedingt attraktiv. Kosten für den Besuch der Terrasse: 4,00 EUR.

Auf der Dachterrasse der Basilica da Estrela.

Platz 9:     Santa Justa

Das „Stahlmonster“ von Lissabon.

Die Wartezeit liegt bei über einer Stunde. Wie jeden Tag stehen die Besucher geduldig an, um mit dem Elevador de Santa Justa für 5,00 EUR auf die Aussichtsplattform zu fahren. Ich nehme den Verbindungssteg vom Largo do Carmo und genieße für 1,50 EUR ohne Wartezeit die Aussicht, vor allem auf Praca do Rossio und Burg. Der 45 Meter hohe Aufzug, 1902 gebaut, verbindet Baixa mit dem höher gelegenen Stadtteil Chiado.

Die Burg im Visier.

Praca do Rossio.

Das Häusermeer auf dem Weg zum Wasser.

Elegante Gastronomie an den Ruinen der Klosterkirche do Carmo.

Platz 8:     Miradouro de Sao Pedro de Alcantara

Der Drei-Hügel-Blick mit seinen Miradouros.

Bauarbeiten und Absperrungen beeinträchtigen den Genuss. Der Miradouro liegt direkt neben dem Ausstiegspunkt der Standseilbahn da Gloria. Theoretisch, denn die Bahn fährt nicht.

Hier fährt keine Bahn.

Auf der gegenüberliegenden Seite liegen drei weitere Aussichtspunkte. Ein toller Blick. Die Grünanlage hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Das informative Kachelbild mit den Erklärungen zum Ausblick steht hinter der Absperrung.

Der Bagger-Blick.

Platz 7:     Castelo de Sao Jorge

Wir sind in der Burg.

Für 8,50 EUR betrete ich die imposante Festung mit integrierter Burgruine, die 1755 beim Erdbeben weitgehend zerstört wurde. Die größte Aussichtsplattform von Lissabon ermuntert zu vielen Fotos von Stadt und Fluss. Ebenso der Spaziergang über die Burgmauern. Trotz der vielen Besucher ist die Atmosphäre angenehm.

Haben einen tollen Ausblick …

… auf Cristo Rei und Ponte 25 de Abril.

Platz 6:     Miradouro Arco da Rua Augusta

Der Triumphbogen von Lissabon.

Mitten im Stadtzentrum, am Praca do Commercio, liegt der Arco da Rua Augusta. Ein Triumphbogen, der 1875 vollendet wurde. Für 2,50 EUR geht es mit Aufzug und Treppe nach oben. Der Blick auf Praca do Comercio, Rua Augusta und Castelo de Sao Jorge ist wunderbar.

Glanzvoll – Praca do Comercio.

Die Rua Augusta.

Der grüne Hügel von Lissabon.

Platz 5:     Miradouro da Graca

Kloster und Kirche …

Der offizielle Name ist etwas länger: Sophia de Mello Breyner Andresen, eine der wichtigsten portugiesischen Schriftstellerinnen, in Porto 1919 geboren, in Lissabon 2004 gestorben. Der Aussichtspunkt im Stadtteil Graca an der „Igreja e Convento da Graca“ bietet Gastronomie mit Service. Zu erreichen am besten zu Fuß oder mit einem Tuk Tuk. Der Aussichtspunkt liegt zwischen dem Castelo de Sao Jorge und meiner konkurrenzlosen Nummer 1.

… mit Weitblick.

Platz 4:              Miradouro das Portas do Sol

Nein, danke.

Auf dem Weg vom Miradouro da Graca zum Castelo de Sao Jorge öffnet sich plötzlich ein großartiger Ausblick auf das Kloster Sao Vicente de Fora und das Panteao Nacional. Neben dem Denkmal des Sao Vicente, der offizielle Schutzheilige von Lissabon, sitzen die Menschen entspannt in der Sonne und schauen auf „sein“ Kloster. Nur wenige Schritte unterhalb ein weiterer Aussichtspunkt: der Miradouro de Santa Luzia. In Kombination mit der vorhandenen Gastronomie einer der besten Plätze in Lissabon für ein „Beer with a view“.

Eine wunderbare Komposition.

Miradouro de Santa Luzia.

 Platz 3:              Miradouro Eduardo VII

In der Einflugschneise.

Der Parque Eduardo VII ist der größte Park von Lissabon, 1903 nach dem königlichen Besuch so benannt. Er schließt direkt an die Praca Marques de Pombal an. Als wir den Park besuchen, laufen die Vorbereitungen für die größte Buchmesse der Stadt, die Feira do Livro. Der Aussichtspunkt liegt am nördlichen Ende, gestaltet mit einem Denkmal zur Nelkenrevolution von 1974 und einer überdimensionalen Flagge. Der Blick zwischen Burg und Bairro Alto auf den Tejo ist fast unschlagbar.

Die grüne Lunge von Lissabon.

Auf jeden Fall zu Fuß entdecken.

Platz 2:           Miradouro Santa Catarina

Rechts das Restaurant „Noobai“.

Wir wohnen nur wenige Meter entfernt. Deshalb ist der Miradouro Santa Catarina mit seiner riesigen Terrasse der von uns am häufigsten besuchte Aussichtspunkt. Schon am ersten Abend in Lissabon genießen wir den Blick auf Cristo Rei und Ponte de 25 Abril, beobachten das muntere Treiben rund um die Adamastor-Statue und gehen zum Dinner ins „Noobai“. Der Miradouro ist bei den jungen Leuten für Party, Party, Party bekannt. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Mini-Supermarkt, der gekühltes Bier, ein Liter für 2,00 EUR, verkauft. Als wir am ersten Abend eine Flasche Wein kaufen, bietet uns der Kassierer das Öffnen der Flasche ab. Dies sei hier üblich. Da wird uns klar, dass der brasilianische Supermarkt  Getränkelieferant für die tägliche Party ist.

Pharmacia – Museum und Restaurant.

Am Miradouro befindet sich auch ein Fünf-Sterne-Hotel, ein Museum für Pharmazie mit einem guten Restaurant und ein charmanter Kiosk mit Heiß-und Kaltgetränken für die „normalen“ Besucher des Miradouro. Sie fallen auf, baggern aber nicht unangenehm an: Die vielen Rastas, die am Platz und auf den Zuwegen Drogen anbieten. Das muss doch der Polizei bekannt sein – ist es auch, sagt unser Host, aber man habe sich arrangiert. Keine Kriminalität gegen keine Kontrollen. Ein seltsamer Deal. Im Übrigen stellt die Adamastor-Statue eine Figur des Poeten Camoes dar, die die portugiesischen Seefahrer vor den Gefahren am Kap der guten Hoffnung gewarnt haben soll.

Der Miradouro stellt keine Gefahr dar.

Abendstimmung.

Platz 1:           Miradouro da Senhora do Monte

Ein sehr schöner schattiger Platz.

Die konkurrenzlose Nummer 1 ist der Miradouro da Senhora do Monte, der höchste Aussichtspunkt in Lissabon. Zu Fuß ein mühsamer Anmarsch, die meisten Touristen kommen mit dem Tuk Tuk.

Die vorletzte Treppe zum Glück.

Nur noch diese wenigen Stufen.

Der Ausblick ist fantastisch. Lissabon liegt dem Besucher zu Füßen. Ich habe das Gefühl, auf ein überdimensionales Gemälde zu schauen.

Vor uns die „üblichen Verdächtigen“ und der Praca Martim Moniz.

Ohne die Miradouros hat man Lissabon nicht gesehen.

Ein kühles Bier, Superbock in der 33 cl-Dose für zwei EUR, und die Herausforderungen dieser Welt verschwinden. Lissabon – die Stadt der vielen Hügel, es sind definitiv mehr als nur sieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

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