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Der Pool Mit Der Besten Aussicht

Eine erste Zwischenbilanz – Leben in Barcelona

Der August geht zu Ende, ein heißer und schwüler Monat. Wir leben jetzt schon 16 Tage im Trubel der Millionenstadt, im Trubel der Altstadt. Die Lage unseres Apartments ist ideal für Entdeckungen aller Art. Für kurzfristige Einkäufe auf dem Mercat de la Boqueria, bei Carrefour oder bei El Corte Ingles. Für den Late Night Drink. Für die Events der Netzwerke. Ruhiger wohnt man sicher jenseits der Avinguda Diagonal. Auch dort ist Leben. Mit weniger Touristen. Mit weniger Auswahlmöglichkeiten. Und mit längeren Wegen zur Altstadt. Lage unseres Apartments und das Apartment an sich – Pluspunkt Nr. 1.

Barcelona bietet jeden Tag etwas Neues

Wir genießen die kurzen Wege. Das Eintauchen in die Stadtviertel links und rechts der Rambla. Die engen Gassen, die schattigen Plätze, die kleinen Bars, die modernen Geschäfte in alten Mauern. Das Treiben tagsüber, die Performance der Künstler abends. Auf den öffentlichen Plätzen und in den Gassen.   Barcelona ist eine Stadt, die lebt. Bis spät in die Nacht. Der Besuch einer Pintxos-Bar um Mitternacht – fast ein Problem. Denn nahezu alle Tische sind besetzt. Die Vielfalt der Optionen für alle Lebensbereiche – Pluspunkt Nr. 2.

Das Klima überzeugt

Auch wenn der August kein besonders angenehmer Wetter-Monat ist. So um die 30 Grad täglich, zum Teil hohe Luftfeuchtigkeit, blauer Himmel fast ohne Wolken. Nachts ist die offene Schlafzimmertür Pflicht. Die Temperaturen sind durchweg noch zwischen 20 und 25 Grad. Aber Sonne und blauer Himmel machen eine Stadt noch schöner. Nicht nur unsere Emotionen profitieren, sondern auch unsere Fotos. Das mediterrane Klima – Pluspunkt Nr. 3.

Die andere Seite der Medaille 

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt. Barcelona leidet, so meine Einschätzung, unter dem überbordenden Tourismus. Ja,Tourismus bringt Geld, aber auch Probleme. Die Stadt wird zur Zeit geradezu überflutet. Die Bürgermeisterin Ada Colau hat bei ihrem Amtsantritt im Juni 2015 einen Stopp für neue Hotels verfügt und will rigoros die illegalen Privatvermietungen an Touristen, gerade auch in den alten Stadtvierteln, unterbinden. Sicher nicht gewollt – aber der exzessive Tourismus untergräbt die Identität der Stadt. Barcelona hat sich verändert, wird sich weiter verändern. Der ausufernde Tourismus – Minuspunkt Nr. 1.

Die Stadt riecht, manche sagen, die Stadt stinkt. Nicht nur bei uns in der Gasse, sondern relativ flächendeckend. Andererseits fahren jede Nacht die städtischen Reinigungswagen durch die engen und breiten Straßen und säubern die Stadt. Aber warum bekommt die Stadt das Abwasserproblem nicht in den Griff? Im Übrigen sind wir froh, wie die meisten Barceloneser, dass Toilette und Bad in unserer Wohnung getrennt sind. Der Geruch – Minuspunkt Nr. 2.

Essen in Restaurants ist im Allgemeinen, sofern nicht auf der Rambla und an anderen touristischen Hot-Spots, ein Vergnügen. Leckere Gerichte, leckere Getränke. Was nervt ist oft der Service. Zumindest der nicht sprachkundige Tourist wird anscheinend als „Durchgangsposten“ abgebucht. Wer nicht den emotionalen Button der Servicekräfte trifft, Voraussetzung ist die Beherrschung der katalanischen oder spanischen Sprache, die es erlaubt, ein Schwätzchen zu halten, hat verloren. Schade, vom Naturell sind die Katalanen sehr kommunikative Menschen. Doch bei nicht sprachkundigen „Ausländern“ scheint das nicht zu greifen. Der Service in Restaurants für Ausländer ohne Katalan -und Spanischkenntnisse – Minuspunkt Nr. 3.

Barcelona ist nicht gefährlicher als andere Großstädte

Die Angst vor Einbrüchen und Taschendieben ist allgegenwärtig. In den einschlägigen Foren werden regelmäßig individuelle Betroffenheits-Geschichten veröffentlicht. Wie leicht führen diese zu einer Verallgemeinerung, einer allgemeinen Verunsicherung. Aufpassen ist des Bürgers erste Pflicht. Wer sich, nicht nur auf der Rambla, an bestimmte Verhaltensregeln hält, sollte entspannt das Leben in Barcelona genießen können. Die Angst vor Kriminalität ist für mich überzogen.

Wir freuen uns total auf die nächsten fünf Wochen.

 

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