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Ein Tag im Museum – Schöne Kunst, gesunde Umwelt

Vormittags im Musee des Beaux-Arts, nachmittags im Biosphere. Diese zwei Museen an einem Tag sind eine Herausforderung. Denn das älteste Kunstmuseum Kanadas, 1860 gegründet, hat fünf Pavillons / Gebäude mit sehenswerten Ausstellungen, und der ehemalige EXPO-Pavillon der USA, heute ein interaktives Umweltmuseum, präsentiert auf vier Ebenen spannende Themen. Über drei Stunden verbringe ich im Kunstmuseum, knapp 100 Minuten im Umweltmuseum. Die Transportlogistik dauert ca. 75 Minuten: Fußweg vom Bell Centre über die Rue Crescent zum Musee des Beaux-Arts und dann Metro zur Station Jean-Drapeau auf der Ile Sainte-Helene.

Museum of Fine Arts. Startpunkt ist der Jean-Noel Desmarais Pavilion mit einer Picasso-Sonderausstellung, die sehr beeindruckend seine Liebe zu Afrika zeigt. Auf Level 1 ist der Durchgang zum „Michal and Renata Hornstein Pavilion for Peace“. Hier ist auf vier Etagen internationale Kunst nach Epochen zu bewundern, vom „Golden Age in Holland and Flanders“ bis zur zeitgenössischen Kunst.

Zeitgenössische Kunst: 2000 Löffel im Rahmen einer Multi-Media-Installation.

Moderne Sitzecke.

Explosive Schubladen.

Zurück im „Desmarais Pavilion“, fahre ich mit dem Aufzug ins Untergeschoß und gehe unter der Rue Sherbrooke auf die andere Straßenseite zu den drei weiteren Pavillons. Der dritte Stopp ist der „Michal and Renata Hornstein Pavilion“. Im Vordergrund stehen Skulpturen aus Südamerika und Afrika sowie die Archäologie des Mittelmeerraumes. Die Ausstellung im zweiten Stock über Islamische und asiatische Kunst ist leider geschlossen. Der vierte Pavillon „Liliane and David M.Stewart“ befindet sich in Verlängerung des dritten Pavillons und zeigt primär dekorative Kunst und innovatives Design.

„Kalter“ Relax-Sessel.

Der fünfte und letzte Pavillon „Claire and Marc Bourgie“ ist der kanadischen Kunst, insbesondere aus Quebec, gewidmet. Im vierten Stock befindet sich eine kleine Ausstellung über die Kunst der Inuit, einer indigenen Volksgruppe. Auf den unteren Etagen werden kanadische Künstler nach Epochen ausgestellt, von 1700 bis 1980. Zum Pavillon gelangt man durch eine Unterführung der Avenue Du Musee.

Der Kuss.

Wasser, Eis und Berge.

Überwältigt von den vielen Eindrücken und Wegen gönne ich mir im Le Beaux-Arts Bistro eine ausgedehnte Kaffeepause.

Biosphere. Die nicht zu übersehende geodätische Kuppel, eine Stahlstruktur, die mit Waben aus Acryl verkleidet ist, entstand anlässlich der EXPO 1967 und diente als Pavillon der USA.

Die Kugel hat einen Durchmesser von 76 Metern und ist 62 Meter hoch. 1995 hat das kanadische Umweltministerium aus dem ehemaligen USA-Pavillon ein einzigartiges Umweltmuseum gemacht. Es liegt im Parc Jean Drapeau auf der Insel Sainte-Helene. Drapeau (1916 – 1999) ist ein „local hero“. Er war Bürgermeister der Stadt von 1954 – 1957 und von 1960 – 1986. Ihm haben die Bürger der Stadt die Metro, die EXPO 1967 und die Olympischen Spiele 1976 zu verdanken.

Mit meinem Presseausweis erhalte ich auch hier, wie im Musee des Beaux-Arts, freien Eintritt. Die Themenwelten, von erneuerbaren Energien über das städtische Ökosystem Montreal bis zum „Design the Future“, sind auf fünf Ebenen untergebracht. Ein Aufzug, im oberen Teil transparent, verbindet die Ebenen. Bemerkenswert die Videopräsentationen in 360 Grad und die zahlreichen interaktiven Terminals.  Großartige Foto-Ausstellungen zu den Naturwundern von Nordamerika ergänzen in Lobby und Außenbereich das tolle Angebot.

Eine innovative Ausstellung zu Themen der Gegenwart …

… und Zukunft.

 

 

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