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Ein Krankenhaus für Falken

Der Falke ist das Wappentier der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Und für viele Emirati das liebste Haustier. Ein kostspieliges Hobby, denn die Preise fangen bei 2.000 EUR an und hören bei 60.000 Euro auf. In der Regel. Der Falke ist in vielen Familien nicht nur einfach Haustier, nein, er gehört zur Familie und nimmt als Familienmitglied auch an Aktivitäten teil. So dürfen bei der nationalen Fluggesellschaft der VAE, Etihad Airways, Falken als Passagiere mit ins Flugzeug. Falken können natürlich auch krank werden oder sich verletzen. Kein Problem, dafür gibt es das „Falcon Hospital“, die größte Falkenklinik in der Welt.

Welcome

Seit 1999. Seit vielen Jahren leitet die deutsche Tierärztin Dr. Margit Müller die Klinik. Promoviert hat sie über Falken. In der emiratischen Männerwelt hat sie ein extrem hohes Ansehen. Die stolzen Besitzer kommen mit ihren wertvollen Familienmitgliedern aus allen Emiraten, sogar aus Saudi-Arabien. Vorsorge, Schönheitskorrekturen und Pensionsaufenthalt gehören zum Standard der Klinik. Ebenso die Falkenzucht. Weit mehr als 10.000 Fälle werden pro Jahr in der Klinik behandelt. Ein „Pet Care Centre“ für andere kleine Haustiere ist seit Jahren assoziiert.

Das unscheinbare Hauptgebäude

Die Anfahrt zu dem recht unscheinbaren Gebäudekomplex in der Wüste ist eine kleine Herausforderung, denn nach dem letzten Wegweiser kommt schon die nahezu versteckte Einfahrt auf das Gelände. Es geht scharf rechts ab. Wir sind zuerst vorbei gefahren. Die Führung dauert ca. 75 Minuten und kostet pro Person 170 Dirham. Das sind 45 EUR. Nicht gerade ein Schnäppchen. Aber das Geld ist sinnvoll ausgegeben.

Das Wappentier der VAE

Nach der Einführung unseres Guide Hassan in Falkenkunde und Falkenklinik ging es dann ins Wartezimmer. Dort sitzen die Patienten auf Wartestangen, haben auf ihrem Kopf originelle Hauben, um zu verhindern, dass sie sich gegenseitig „begrüßen“. Ein Tierpfleger demonstrierte an einem narkotisierten Falken Maniküre der Krallen und zeigte uns, wie Federn repariert werden. Hunderte von verschiedenen Federn liegen in vielen Schubladen und warten auf ihren Einsatz. Dann erlebten wir eine Falkenfütterung und besuchten ein Gehege für frei fliegende Falken.

Die Patienten im Wartezimmer

Welche Haube darf es denn sein?

Falke in Narkose

Nach dem Schneiden der Krallen kehrt die Schärfe zurück

Der Patient ist wieder bei vollem Bewusstsein

Mit Hassan im Freiflug-Gehege

Weiße Falken sind besonders wertvoll

Es war ein sehr informativer Nachmittag, der allerdings wettertechnisch durch Starkregen getrübt wurde. Wasser auf den Straßen vor dem Hintergrund der emiratischen Fahrweise machte die Rückfahrt spannend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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