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Ein Hauch von China

Ist Montreal eine bilinguale Stadt, so ist Vancouver trilingual. Schon am Flughafen werden die Besucher auf Englisch, Französisch und Chinesisch begrüßt. Nach Schätzungen unseres Host sind 20 – 30 Prozent der Bevölkerung in Vancouver chinesischer Abstammung, nach San Francisco wohl die zweitgrößte Gemeinde in Nordamerika.

Auf der Fahrt vom Flughafen zu unserer Unterkunft werden wir vom Taxifahrer auf die Chinesen in Vancouver eingestimmt. „Reich, kaufen Wohnungen und Häuser cash, treiben die Immobilienpreise nach oben, fahren dicke Autos, die mehr als 100.000 Dollar kosten, und die Töchter und Söhne geben mit dem Reichtum ihrer Eltern an“. Das Wohnviertel für die reichen Chinesen sei Richmond. Chinatown bestehe nur noch aus Geschäften und Restaurants.

Nun gut, am dritten Tag, das Wetter drückt immer noch keine Lebensfreude aus, gehen wir zu Fuß nach Chinatown. Das, was wir sehen, begeistert uns nicht. Selbst der Dr. Sun Yat-Sen Garden präsentiert sich ambivalent. Ein wenig mehr Pflege würde dem kleinen Park gut tun.

Dr. Sun Yat-Sen gilt als „father of modern China“.

Eine schöne Anlage, die aber dringend „aufgehübscht“ werden müsste.

Die Koi-Frage: Wer fotografiert mich denn da?

Wir kennen zwar das „Golden Village“ in Richmond nicht, aber hier in Downtown kann von „Glanz und Gold“  keine Rede sein. Natürlich schwappt auch die Drogen-und Obdachlosenszene der East Hastings zwischen Main Street und Carrall Street auf Chinatown über. Man will nicht wissen, was in den Seitenstraßen passiert. Verfällt hier ein altes Stadtviertel zugunsten einer mondänen Stadtentwicklung  in Richmond?

Welcome.

Am vierten Tag, die Sonne begrüßt uns mittags, fahren wir zum chinesischen Night Market nach Richmond. Dieser findet an den Wochenenden statt, in diesem Jahr vom 11. Mai bis zum 8. Oktober. Der Markt liegt direkt an der Bridgeport-Station der Canada Line. Eintritt: 4,25 Dollar pro Person. Von den ca. 80 Food Stalls sind einige auch aus anderen asiatischen Ländern, und ein Stand bietet Schweinshaxen und Hähnchen an: It´s Oktoberfest time.

Typisches chinesisches Essen: Roasted Pork Hocks.

Der Markt öffnet um 7pm. Er ist dreigeteilt: eine große Zone für Entertainment, vorwiegend für Kinder, eine Zone mit Verkaufsshops aller Art und die Food Zone, die natürlich der Hauptgrund für den Besuch des Marktes ist.

Die Kinder können sich an einer Dino-Welt erfreuen. Oder erschrecken.

Reger Zuspruch für diesen Shop.

T-Shirt Shop mit dem „Kaiser von USA“ im Mittelpunkt.

Der Überflieger.

Dessert-Freuden.

An einem Stand sammeln sich besonders viele Menschen. „You have to try it“ hören wir, als die Wartenden unsere neugierigen Blicke sehen. Was wir probieren sollen heißt : ROTATO. Eine Kartoffel-Spirale am Spieß, frittiert und mit verschiedenen Optionen garniert / gewürzt. YES, ich kann die Begeisterung für Rotato verstehen.

Wir entscheiden uns für Nummer 3 und 5.

Lecker.

Praktische Lebenshilfe.

Auf Schweinshaxen haben wir an diesem Abend verzichtet.

 

 

 

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