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Die Natur als Künstlerin

Aborigines, Sträflinge, Zementwerk, Landwirtschaft, Fischerei und Touristen – Maria Island, die Insel in der Tasmanischen See, hat eine bewegte Geschichte. Sie ist heute autofrei, nur mit der Fähre von Triabunna erreichbar. Ein Paradies für Wombats, Kängurus und Tasmanische Teufel. Und Ort für ein Wunder der Natur.

Unsere Fähre.

Das vierköpfige Begrüßungskomitee.

Maria Island ist durch ihre bunten, von der Natur geschaffenen Farbgemälde, die „Painted Cliffs“, bekannt. Wir fahren auch nur deshalb auf die Insel, die Fauna ist nettes Beiwerk. 50 Dollar pro Person kostet die Überfahrt, 33 Dollar die Miete für ein Fahrrad. Denn wir wollen verschiedene Spots auf der Insel besuchen, wenn möglich bis Robeys Farm auf der zweiten kleineren Insel fahren. Wir merken allerdings schnell, dass die Fahrräder nicht optimal sind, die Natur durch ein Auf und Ab glänzt und die Sonne gnadenlos vom Himmel strahlt. Erster (und letzter Stopp) sind deshalb die „Painted Cliffs“, zwei Kilometer südlich von Darlington am Ende des Hopground Beach.

Blick zurück auf den Fähranleger in Darlington.

Das Fahrrad für 90 Minuten.

Der Hopground Beach.

Ich bin begeistert. Ein Naturwunder präsentiert sich in vollem Sonnenschein. Weißer Kalkstein, der in den Jahrhunderten vom eisenhaltigen Wasser in wunderschöne Gelb-, Orange- und Rottöne getaucht wurde.  Auf einer Breite von ca. 100 Metern sind einzigartige Farbgemälde zu bewundern.

Ich sitze minutenlang auf den Felsen davor und staune, fotografiere, staune wieder. So etwas habe ich noch nie gesehen. Die Natur als Künstlerin.

Apropos Fahrrad. Nach 40 Minuten „Painted Cliffs“ entscheiden wir, zurückzufahren, um Darlington und Umgebung zu Fuß zu erkunden. Dumm gelaufen, 33 Dollar pro Person sind eine Fehlinvestition. Kängurus und Tasmanische Teufel haben wir bei unserem Spaziergang nicht gesehen, dafür mindestens zehn Wombats.

Zwei auf der „Wombat-Wiese“.

Die früheren Gefängnisbauten sind heute rustikale Unterkünfte mit Etagenbetten für Touristen, die auf der Insel übernachten wollen. Alternativ können die Besucher auch in mitgebrachten Zelten übernachten. Stichwort mitgebracht. Auf Maria Island gibt es nichts zu kaufen, keine Geschäfte, keine Gastronomie. Essen, Trinken und Übernachtungsequipment muss mit auf die Fähre. Ich frage den Ranger nach der Auslastung. „Pretty good“, sagt er. Über 40 Personen hätten die letzte Nacht auf der Insel verbracht. Dämmerung und Nacht sind natürlich für die Tierbeobachtung sehr viel besser als Sonnenschein.

Seit 1972 ist Maria Island Nationalpark. Die Insel ist 20 mal 13 Kilometer groß, die höchste Erhebung ist der Mount Maria, 771 Meter hoch. Nicht nur ein Paradies für Tiere, auch für Wanderer. Um 5pm fährt die letzte Fähre zurück nach Triabunna. Wer diese verpasst, muss die Nacht auf der Insel bleiben.

Zurück nach Triabunna.

 

 

 

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