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Der Tasmanische Teufel

Der Tassie Devil schaut unschuldig-süß aus, liebt es aber zu beißen. Deshalb „Do not touch“. Seine Lieblingsspeise sind tote Tiere, er jagt aber auch Insekten, Frösche, Echsen und Vögel. Er gähnt tagsüber sehr gerne, was ihn bedrohlich erscheinen lässt. Er kann mit seinen starken Kaumuskeln und großen Zähnen die Knochen seiner Beute zerkleinern und sie dann als Nahrung aufnehmen. Seine Bisskraft ist stärker als die von Löwen und Tiger. Leider kommt er heute nur noch in Tasmanien vor. Schwarzes Fell, Ohren, die sich bei Aufregung röten, eine dem Stinktier vergleichbare Duftabsonderung bei Gefahr und sein lautes, markerschütterndes Kreischen machen den Tassie Devil zu dem außergewöhnlichsten Beuteltier in der australischen Fauna.

Lieb und sanft.

Erwartungsvoll. Essen fassen.

Böse? Nein, vier bis fünf Sekunden Gähnen. Das ist für den entspannten Fotografen zu kurz.

Tasmanische Teufel können bis zu vier Babys in einem „Wurf“ bekommen. In den ersten 100 Tagen werden die Joeys, so heißen die Babys, im Beutel der Mutter herumgetragen. Danach bleiben die Kleinen zuhause, vorwiegend in Erdhöhlen, während die Mutter auf Nahrungssuche geht. Im Alter von sechs Monaten gehen die Kleinen mit der Mutter auf Jagd. Sie lernen, wie man Nahrung findet, wie man sich im Wettstreit um die Nahrung durchsetzt, und wie man sich vor Feinden schützt. Im Alter von zehn Monaten sind die „Kleinen“ dann selbständig und können ihr eigenes Leben gestalten.

Die wilde Population geht aus zwei Gründen zurück. Zum einen riechen die Devils natürlich die toten Tiere auf der Straße, gehen dorthin zum Fressen, und werden dann von den meist zu schnell fahrenden Autos überfahren. Zum anderen leiden viele Tiere an einer ernsten Erkrankung, die sich „Devil Facial Tumor Disease“ (DFTD) nennt, eine Erkrankung, die mit rötlichen Schwellungen und Knoten am Mund beginnt, sich dann über den gesamten Körper ausbreitet und tödlich endet. Die wild lebenden Tiere stecken sich zum Beispiel beim Kampf um Nahrung durch Bisse gegenseitig an.

Ein Mini-Friedhof im UNZOO.

Devil Stand Up.

Im Bonorong Wildlife Sanctuary vertragen sich die Devils bei der Fütterung.

DFTD wurde erstmals 1996 in Tasmanien festgestellt. Ein wirksamer Impfstoff ist in der Pipeline. Zudem widmen sich Wildlife Parks der Aufzucht gesunder Tiere, um dann in ausgesuchten Regionen, zum Beispiel auf Maria Island, die Population zu stärken.

Der Weltrentner wünscht allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2019.

 

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