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Check In – Hop On – Hop Off – Dine out

Vancouver hat in den ersten drei Tagen nur ein Gesicht: Wolken und Regen. Und das bei max. 16 Grad. Jonathan, unser Gastgeber, macht uns Hoffnung für die restlichen vier Tage, „The weather will be fine“. Ok, aber zunächst gilt das Zwiebelprinzip: Unterhemd, Sweatshirt, Pullover, Regenjacke.

Unser Apartment-Block in der Quebec Street.

Wir wohnen, anders als in Montreal, in einem Airbnb-Privatzimmer im 10. Stock in der Nähe des Olympic Village, teilen uns also eine Wohnung mit dem Gastgeber und seiner Freundin Susan. Grundsätzlich für wenige Tage kein Problem. Allerdings ist unser Zimmer klein und ohne Ablagefläche für den Inhalt unserer Koffer. Wir haben ein Badezimmer für uns, allerdings nicht en suite. Gut sind die Matratzen. Tagsüber sind beide auf ihrer Arbeit, abends ziehen sie sich in ihr Schlafzimmer mit Bad en suite zurück.

Kurzfristige Vermietungen über Airbnb scheinen in dem 22-stöckigen Apartment-Block nicht erlaubt zu sein. „Wenn jemand fragt, sagt, ihr seid Freunde“, schreibt mir Jonathan. Er gibt mir den Code für die Eingangstür zur Lobby und die Apartment-Nummer. „Sollte ich schlafen, die Tür ist offen und der Schlüssel liegt auf dem Tisch“. Da wir wegen neuer Flugzeiten und Verspätung in der Tat erst kurz vor Mitternacht vor seinem Apartment-Haus stehen, sollte dies noch wichtig werden. Just in dem Moment kommt eine Bewohnerin und öffnet uns die Tür. Wir geben also keinen Zugangscode ein.  Schritt 1 ist geschafft. Aber wie bewegen wir den Fahrstuhl ohne Transponder, der ja auf seinem Küchentisch liegt?

Das bekommt der Concierge mit, dem wir erklären, dass wir Freunde aus Deutschland sind und unsere Schlüssel in Jonathan´s Wohnung liegen. Er begleitet uns zum Apartment. Die Tür ist offen, ich rufe mehrmals nach Jonathan. Keine Reaktion. Der Concierge lässt uns auch nicht in die Wohnung, das müssten wir verstehen. Und so, es ist mittlerweile kurz nach Mitternacht, stehen wir, nach dem fast sechsstündigen unbequemen Flug mit Air Transat mit unseren Koffern auf dem Flur, der sich regelmäßig entschuldigende Concierge neben uns, die Tür zur Wohnung ist offen, und alle sind ratlos. Nach dem zehnten Ruf öffnet sich endlich eine Tür, ein 1.90 Meter großer Mann kommt lächelnd auf mich zu und begrüßt mich wie einen alten Freund. Der Concierge ist zufrieden, wir sind es auch.

Blick vom Balkon.

Die Lage der Wohnung ist hervorragend. Die nächste Skytrain-Station (so heißt hier die Metro) liegt nur einhundert Meter entfernt. Wir gehen über die Straße und sind schon am False Creek, ein rund zwei Kilometer langer Meeresarm, und an einer der Anlegestellen für die kleinen Personenfähren, die im Hop On – Hop Off Stil verschiedene Stadtteile verbinden. Der Irish Pub für den Absacker ist fünfzig Meter entfernt, die Supermärkte Urban Fare und London Drugs zweihundert Meter. Ebenso der Craft Beer Market mit ausgezeichnetem Essen und das Restaurant Tap & Barrel. Die Logistik für den Alltag – passt.

Unsere Anlegestation am False Creek.

Trotz des traurigen Wetters entscheiden wir uns am zweiten Tag für das Wasser-Hop On-Hop Off. Das Tagesticket kostet pro Person 19 Dollar. Aufgrund des plötzlich einsetzenden Regens verzichten wir auf zwei angedachte Stopps und fahren mit der Linie 3 direkt nach Granville Island, eine lebhafte Halbinsel mit Flohmarkt, Marina, Theater, Museen, Restaurants und Einkaufspassagen.

Granville Island im Blick.

Der Künstler steht nicht im Regen.

Aus dem früheren Industriegebiet ist ein sympathisches Szeneviertel geworden. Auf Granville Island steigen wir in die Linie 4 und fahren zur Endstation „Maritime Museum“, zum Kitsilano Beach und Vanier Park. Der Regen hat aufgehört.

Im Hintergrund die Burrard-Brücke.

Kitsilano Beach.

Das maritime Museum.

Blick auf die Anlegestelle.

Nach einem entspannten Spaziergang geht es mit der Linie 4 zurück nach Granville Island und von dort weiter nach Yaletown.

Wir steigen in die Fähre nach Yaletown ein.

Unser Fahrer fährt allerdings direkt zur Anlegestelle „Science World“, obwohl er „Yaletown“ auf dem Fahrplan hat. Auch kein Beinbruch, denn als wir bei unserer Anlegestelle ankommen, fängt der Regen wieder an. Die Fähren auf dem False Creek fahren insgesamt neun Anlegestellen an.

Zwei der drei Brücken über den False Creek.

Tankstelle am False Creek.

Farbe im grauen Fähralltag.

Wohnidylle am False Creek.

Abends gehen wir in den Craft Beer Market und sind überrascht. Ein cooler Laden, eine Sportbar de luxe, In-Treff, Wartezeit von 15 Minuten für einen Tisch, Erdinger Weißbier alkoholfrei auf der Karte, und ausgezeichnetes Essen. Unser zugewiesener Platz ist auf der Empore. Super. Wir genießen Atmosphäre und Essen. Am nächsten Abend sind wir wieder dort. Ich mache ein Beer Tasting, sechs Biere aus British Columbia. Nur zwei sind nach meinem Geschmack.

Das Lokal im Blick.

Qual der Wahl.

Links 1 + 2, auf dem Tasting-Zettel Nummer 1 und 2, sind meine Favoriten.

Und probiere hier auch die Poke Bowl, die am ersten Tag im Tap & Barrel so toll geschmeckt hat. Die Poke Bowl im Tap & Barel besteht aus „yuzu ponzu ahi tuna sashimi, sushi rice, edamame, avocado, seaweed salad, green onion, pickled ginger, spicy pineapple, wasabi mayo, carrot, sweet mango sauce, sesame seed blend“. Köstlich!!!

Am dritten Tag ist das Wetter unverändert. Wir gehen zu Fuß nach Chinatown.

 

 

 

 

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