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Ausflug in die Berge

Ja, es gibt Berge in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Sogar viele und hohe, vor allem im Osten und Südosten des Landes. Die VAE bestehen nicht nur aus Wüste und Küste. Wir haben am 11. und 12. Februar eine Tour in die Berge nach Fujairah und Hatta gemacht. Insgesamt 770 Kilometer von und bis Abu Dhabi. Es war spannend und enttäuschend zugleich.

Ein kamelarmes Wochenende

Erster Fixpunkt, und Ort für die Übernachtung von Samstag auf Sonntag, war das Emirat Fujairah. Fujairah ist das einzige der sieben Emirate, das keine Küste mit dem Persischen / Arabischen Golf hat. Es liegt „auf der anderen Seite“, im Osten der VAE am Golf von Oman. Die Anfahrt, nach einigen Wüstenabschnitten mit nur vier entdeckten Kamelen, über in die kahlen und schroffen Berge hineingebaute Schnellstraße war beeindruckend. Die Steine und Felsen der Berge weniger. Kein Grün, die Farben grau und braun dominierten. Keine Wohlfühl-Farben. Irgendwie kam eine leichte Depression auf. Die verließ uns auch nicht, als wir in Fujairah einfuhren. Riesige freie Flächen, wenige markante Häuser, Baustellen an den Straßen, Wolken am Himmel – kurzum: ein Schock. Wo sind wir denn hier gelandet? Das Bild hellte sich etwas in der Innenstadt von Fujairah auf (Die Hauptstädte heißen in den Emiraten wie die Emirate). Unser Hotel, das Nour Arjaan By Rotana, war sehr in Ordnung, modern, sauber. Direkt neben der imposanten Sheikd Zayed Moschee mit ihren sechs Minaretten.

Der Blick aus dem 18. Stock

Nachmittags wollten wir dann das Al Hayl Castle besuchen, haben aber den Weg aufgrund der schlechten Ausschilderung nicht gefunden. Zu guter Letzt landeten wir dann auf einer engen Dorfstraße mit tiefen Schlaglöchern, imposanten Buckeln zur Verkehrsberuhigung und lebhafter Kleintierwelt. Vielleicht hätten wir auch nur weiterfahren müssen!

Wie dem auch sei. Dann stand die älteste Moschee der VAE auf dem Programm. Die Al-Bidyah Moschee, etwa 35 Kilometer von unserem Hotel entfernt. Die Strecke dorthin, entlang der Uferpromenade und mittendurch durch Schwerindustrie, schickte uns wieder in den leichten Depressionszustand des Vormittags. Zudem mussten wir noch eine Exklave des Emirats Schardscha durchqueren: Khor Fakkan. Gesichtslos. Trostlos. Daran änderte auch die architektonisch interessante Universität von Schardscha nichts. Die wirklich schönen Abschnitte am Golf von Oman, so sagte man uns später, beginnen erst um Dibba. Tauchen und Schnorcheln sind die Wassersportarten der ersten Wahl. Bis dahin wollten wir aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr fahren. So blieb es beim Besuch der Al-Bidyah Moschee, der ältesten und kleinsten Moschee in den VAE. Erbaut so um das Jahr 1446. Ein ganz besonderer Ort für jeden Moslem. Gewaltig die Außenanlagen.

Die kleine Moschee im Vordergrund

Prunkstück der Außenanlage

Im Hintergrund der Golf von Oman

Auf dem Rückweg lernten wir die Emiratis im Kreisverkehr kennen. Ein munteres Drängeln, von der linken über die rechte Spur in die Ausfahrt – der Stärkere gewinnt. So extrem hatte ich das noch nie in den Tagen zuvor erlebt. Mit Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder im Hotel.

Zweiter Fixpunkt am Sonntag. Hatta. Zunächst am Golf von Oman vorbei, durch Kalba, eine weitere Exklave des Emirats Schardscha, in die Hadschar-Berge. Wiederum sehr beeindruckend die Straßenführung, aber auch diesmal kahle und schroffe Felswände. Aber mit erstaunlichen Villen an der Straße und interessanten Wadis. Also für Auge und Seele ein Fortschritt. Nach ca. 90 Minuten Fahrt kamen wir in Hatta an.

Da war es noch trocken

Hatta ist eine grüne Exklave des Emirats Dubai. Sehr angenehm gelegen, ruhig und besonnen. Nicht mit der dynamischen Welt der bislang erlebten Emirate zu vergleichen. Ein überschaubarer Ort. Wir waren schnell im Heritage Village – und die einzigen Besucher. So hat also früher ein emiratisches Dorf ausgesehen. Im Jahr 2001 restauriert, umfasst das Hatta Heritage Village heute eine Vielzahl von rekonstruierten Gebäuden, die bestimmtem Aktivitäten der Dorfbewohner gewidmet sind. In den Häusern, deren Türen sich öffnen lassen, sieht von außen nicht so aus, werden die Informationen zum Dorfleben und zur Dorfkultur in den Sprachen Englisch und Arabisch angeboten. Sehr professionell.

Mitten im Dorf

Interessante Gebäude warten auf uns

Bei der Dattelernte

Geselliges Treffen

Eintritt ohne Eintritt

Kurz nach Mittag fing der Regen an. Jetzt noch zu den Hatta Rock Pools und zum Hatta Dam? Schwere Entscheidung. Nein, wir fahren zum Lunch ins Hatta Fort Hotel.

Blick von der Lunch Terrasse

Nein, die Straße durch den Oman sei gesperrt. Der Concierge raubte mir damit den von mir erhofften positiven Schlusspunkt eines ambivalenten Wochenendes. Also, die längere Strecke nach Dubai und von dort wieder nach Abu Dhabi.

 

 

 

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