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Allez les Rouges!

Wir wohnen direkt am Bell Centre, unser Host scheint ein glühender Fan der Canadiens de Montreal zu sein. In seiner Wohnung Wimpel und Fotos von ehemaligen Stars. Die Canadiens de Montreal sind 109 Jahre alt, damit der älteste noch aktive Club weltweit. Sie haben im Zeitraum 1916 bis 1993 die wertvollste Trophäe des nordamerikanischen Eishockeys, den Stanley Cup, 24 mal gewonnen, sind damit das erfolgreichste Team seit Gründung der National Hockey League (NHL).

Die Saison 2018 / 2019 beginnt zwar erst in wenigen Wochen, aber dank der vorsaisonalen Aufwärm-Matches haben wir die tolle Gelegenheit, die Montreal Canadiens, wie der Club auf Englisch heißt, gegen die New York Devils live zu erleben. Kanada gegen USA. Auch vor dem gegenwärtigen politischen Hintergrund ein spannendes Kräftemessen.

Eingang Reihe 309.

Eishockey ist ein faszinierender Sport. Hart, schnell, kämpferisch.

Bully.

Die Fäuste fliegen, und alle schauen zu.

Die Canadiens de Montreal, gegründet, um die französisch sprechende Bevölkerung in Montreal zu repräsentieren, ist der sportliche Fixstern in der Stadt. Bekannt und geliebt unter dem Spitznamen „Habs“. Das soll für „Les Habitants“ stehen, eine Liebeserklärung an die ersten französischen Siedler in Quebec. Bei Heimspielen sind die Trikots rot, bei Auswärtsspielen weiß.

Unsere Bar vor unserem Eingang.

In memoriam.

Der Club besitzt die größte Arena in der NHL mit einem Fassungsvermögen von über 21.000 Zuschauern. Zum Trainingsspiel gegen die NY Devils sind ca. 17.000 in der Halle. Während der Saison ist die Arena ausverkauft. Seit 1996 spielen die Canadiens in dieser Halle. Eingefleischte Fans machen die Halle für den ausbleibenden Erfolg im Stanley Cup seit nunmehr 25 Jahren verantwortlich. Ob Champion oder nicht – die Fans stehen treu zu ihrem Verein.

Das größte Stadion in der NHL. Blick aus dem 3. Rang. 

Wir haben Karten für den 3. Rang, zu unserer Überraschung mit guter Sicht. Beginn: 7:30pm. Nach dem Vortrag der beiden Nationalhymnen durch eine Sängerin startet das erste Drittel. Die Devils machen das Tor, mit 0:1 geht es in die erste Pause. Das zweite Drittel endet 0:0. Ist ein Trainer in der Kabine laut geworden? Denn in den ersten 15 Minuten des dritten Drittels fallen drei Tore – für die Canadiens. Das Spiel endet 3:1. Die Stimmung ist natürlich ausgezeichnet, der Getränke-und Popcorn-Umsatz ebenso.

Popcorn, Popcorn!

Um 10pm verlassen wir das Bell Centre. Da Eishockey-Spiele sehr viele Unterbrechungen haben, dreimal pro Drittel kommt auch die Putzkolonne aufs Eis, und zwei längere Pausen, addiert sich die Zeit in der Halle leicht zu 150 Minuten. Ein Heimtrikot in Rot wird mich auf meiner weiteren Weltreise begleiten.

 

 

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